​Der ​VfB Stuttgart hat auf die sportliche Talfahrt reagiert und personelle Konsequenzen gezogen. Die betreffen allerdings nicht Trainer Markus Weinzierl, sondern Sportvorstand Michael Reschke. Der 61-Jährige wurde Freigestellt, mit Thomas Hitzlsperger ein Nachfolger präsentiert.


Der Tabellen-16. VfB Stuttgart hat Sportvorstand Michael Reschke entlassen. Der Aufsichtsrat sei nicht mehr von der aktuellen Konstellation überzeugt gewesen, erklärt VfB-Präsident Wolfgang Dietrich die Maßnahme in einer offiziellen Stellungnahme.


Die Erklärung im Wortlaut: "Michael Reschke war als verantwortlicher Sportvorstand maßgeblich daran beteiligt, dass unsere Mannschaft als Aufsteiger einen hervorragenden siebten Platz in der vergangenen Bundesligasaison erreicht hat. Dazu hat er mit seiner Expertise und seinem Netzwerk für eine Saisonplanung für 2018/2019 gesorgt, von der wir alle überzeugt waren. Leider hat seine Arbeit bislang nicht den gewünschten sportlichen Erfolg gebracht und der Klassenerhalt in der Bundesliga ist nach den jüngsten Ergebnissen in erheblicher Gefahr. Der Aufsichtsrat war nicht mehr überzeugt davon, dass in der bestehenden Konstellation die notwendigen Kurskorrekturen vorgenommen werden können. Im Namen des Aufsichtsrates des VfB Stuttgart danke ich Michael Reschke für seine geleistete Arbeit für unseren Verein.“



Michael Reschke zeigt sich gefasst: "Aufgrund der negativen sportlichen Entwicklung in den letzten Monaten habe ich Verständnis für die Entscheidung des Aufsichtsrates, auch wenn ich sehr gerne für den VfB Stuttgart weitergearbeitet hätte. Ich glaube weiterhin an das Potenzial der Mannschaft. Fakt ist aber auch, dass die Summe meiner Entscheidungen aktuell nicht zum gewünschten und erwarteten Ergebnis geführt hat. Es fällt mir unglaublich schwer den VfB Stuttgart zu verlassen, der mir in den letzten eineinhalb Jahren zu einer Heimat geworden ist. Ich wünsche mir, dass nun alle Beteiligten in dieser schwierigen sportlichen Situation den Schulterschluss finden und gemeinsam alles daran setzen, in der Bundesliga zu bleiben. Für die Zukunft wünsche ich dem Klub, der Mannschaft und allen handelnden Personen alles erdenklich Gute und vor allem den Klassenerhalt.“


Hitzlsperger wird neuer Sportvorstand


Ex-VfB-Spieler Thomas Hitzlsperger folgt Reschke als neuer Sportvorstand bei den Schwaben. "Mit Thomas gewinnen wir einen Fachmann, der nicht nur Sportkompetenz und die Nähe zum aktiven Profifußball mitbringt, sondern auch die notwendige Führungsqualität. Beides hat er in den vergangenen Jahren in verschiedenen Funktionen beim VfB Stuttgart bewiesen. Ich freue mich sehr darüber, dass er sofort die Bereitschaft gezeigt hat, die Verantwortung als Sportvorstand zu übernehmen“, schwärmt Dietrich.


Der neue Sportchef selbst, freut sich auf die neue Aufgabe: "Nach der Beendigung meiner aktiven Karriere habe ich in den vergangenen zweieinhalb Jahren beim VfB Stuttgart in sportlicher Verantwortung viele wichtige Erfahrungen gesammelt und wertvolle Kontakte geknüpft und vertieft. In meiner neuen Funktion als Sportvorstand werde ich nun alles daransetzen, beim VfB die Kräfte für den Klassenerhalt zu bündeln und gleichzeitig in einem starken Team die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft zu stellen. Ich bedanke mich bei unserem Präsidenten und dem Aufsichtsrat für das in mich gesetzte Vertrauen und freue mich sehr auf diese großartige Aufgabe.“