In einem Interview mit der spanischen Marca ging Real-Präsident Florentino Perez auf die anhaltende Kritik an Stürmer Karim Benzema ein, der zwischendurch schon als zu alt und zu uneffektiv für das Kollektiv der Königlichen galt. Perez aber stärkte dem Angreifer demonstrativ den Rücken und erklärte, Benzema sei die beste Nummer 9 der Welt.


Es war ein sehr trüber Herbst für ​Real Madrid. In der Liga war man weit abgeschlagen und drohte, im Gesamtklassement abzustürzen. In den vergangenen Wochen aber berappelten sich die Königlichen wieder, aus den vergangenen zehn Spielen gab es nur eine Niederlage, und diese war unbedeutend, da man im Pokal eine Runde weiterzog, trotz des 0:1 gegen Leganes. Auch in der Liga konnte man den Vorsprung des großen Rivalen ​FC Barcelona verkleinern, inzwischen steht Real wieder auf Rang zwei mit sechs Punkten Rückstand.


Nach der anhaltenden Kritik am Kader und vor allem an Karim Benzema erklärte Reals Präsident Florentino Perez nun, dass der Franzose der beste Mittelstürmer der Welt für ihn sei. „Ich habe in den vergangenen Jahren gelesen und gehört, Real Madrid müsse unbedingt einen neuen Stürmer verpflichten. Aber die Realität beweist, dass Karim Benzema der beste Stürmer der Welt ist“, so Perez in der Marca.


Tatsächlich hat der Franzose in den vergangenen Wochen wieder ordentlich zugelegt, nachdem er ebenfalls im Herbst in ein tiefes Leistungsloch gefallen war. So hatte er nach elf Spieltagen gerade mal vier Treffer und zwei Vorlagen in der Liga auf dem Konto, wobei er jeweils zwei Doppelpacks am zweiten Spieltag gegen Girona und am dritten Spieltag gegen Leganes feierte. Danach hatte er eine lange Flaute. In den vergangenen drei Ligaspielen aber erzielte er drei Tore, gegen Barcelona im Pokal bereitete er den Treffer zum 1:0 vor und scheint wieder auf dem Weg zur Bestform.


Stattdessen will man sich auf junge und hoffnungsvolle Talente wie Vinicius Junior und Rodrygo Goes einschießen. Diese zu finden und zu fördern sei viel wichtiger, als sich nach neuen Spielern umzusehen, die bereits fertig ausgebildet und damit entsprechend teuer sind. Das macht er auch am Beispiel Luka Modric fest. „Die letzten drei Ballon d’Ors gewannen alles Spieler von Real Madrid“, so Perez. „Wir sind sehr stolz, jemanden wir Modric in unseren Reihen zu haben, der unsere Geschichte fortführt und die Legende von Real Madrid weiterschreibt.“