​Jadon Sancho spricht vor dem Champions-League-Kracher gegen Tottenham über seine Rückkehr nach London und wer seine Vorbilder beim BVB sind. 


Im Sommer 2017 wechselte der junge Engländer für knapp acht Millionen Euro ins Ruhrgebiet - für die BVB-Bosse ein wahrer Segen. Unter Trainer Lucien Favre blüht der Nationalspieler förmlich auf und trägt mit sieben Toren und elf Vorlagen in der Bundesliga einen großen Anteil zum aktuellen Erfolg der Schwarz-Gelben bei. 


Ursprünglich kommt er aus Kennington, einem südlichen Stadtteil von London, aus ärmlichen Verhältnissen. Von dort ging es für ihn in die Jugend des FC Watford und 2015 weiter zu ​Manchester City, von wo ihn sich dann ​Borussia Dortmund schnappten. Für das Champions-League-Spiel gegen Tottenham kehrt er in seine alte Heimat zurück und ist natürlich aufgeregt, denn 30 Freunde und Familienmitglieder werden im Wembley sein und dem Youngster zuschauen. „Es ist ein tolles Gefühl. Ich werde vor meiner Familie spielen, was ich schon seit meiner Kindheit wollte. Jetzt kann ich es und hoffentlich kann ich den Londonern zeigen, worum es mir geht. Alle sagten mir: 'Ich brauche ein Ticket!'", erzählt der 19-Jährige im interview mit The Guardian.


Aktuell wohnt er mit seinem Vater zusammen in der Nähe von Dortmund in einer "ruhigen Stadt", wie er selbst sagt. Mit seiner Mutter und seiner Familie steht er in regem Kontakt und in der Mannschaft ist er mittlerweile gut angekommen. „Es war nicht einfach. Ich musste dafür arbeiten. Jeder um mich herum hält mich am Boden und konzentriert mich. Ich verbessere mich jeden Tag und Marco Reus, Mario Götze und Axel Witsel sind für mich und alle anderen im Team großartige Vorbilder. Es ist wirklich schön, wenn sie mir sagen, was zu tun ist und was nicht gut ist. Sie helfen mir dabei, Dinge zu lösen, die ich nicht alleine lösen würde, also bin ich glücklich," schwärmt Sancho von seinen Teamkollegen.


Gegen Tottenham möchte er einen großen Schritt Richtung Champions-League-Viertelfinale machen. Dabei fehlen den Dortmundern Kapitän Marco Reus (Muskelfaserriss), Julian Weigl (grippaler Infekt), Paco Alcacer (Schulterentzündung) und Lukasz Piszczek (Fußprellung). Daher sind die Qualitäten des jungen Außenstürmers umso mehr gefragt.