Man sagt, es kommt nicht darauf an, was man weiß, sondern wen man kennt. Dieses Motto lässt sich auch auf den Fußball übertragen. Selbst der talentierteste Spieler benötigt Anleitung, um sein großes Potenzial nicht zu verschwenden.


Die besten Trainer der aktuellen Ära sind daher nicht diejenigen, die das beste taktische Wissen vorweisen können, sondern jene, welche die engsten Bindungen zu ihren Spielern aufbauen können und ihren Schützlingen somit ermöglichen, ihr volles Potenzial zu entfalten.


Hier sind sechs Mentoren, die einige der derzeit besten Spieler formten.


Pep Guardiola und Lionel Messi

Lionel Messi,Josep Guardiola

​Pep Guardiola wurde selbst von Johann Cruyff und somit zweifelsohne von einem der Größten aller Zeiten ausgebildet. Daher lag es nahe, dass der ehemalige Lehrling später bei seinem ersten Trainerposten in Barcelona im Jahre 2008 selbst zum Meister wurde.


​Lionel Messi kam damals bei Barca bereits regelmäßig zum Einsatz und war auf dem Weg zu einer echten Größe, aber Guardiola beschleunigte den Prozess. Unter der Führung des Katalanen wurde Messi ein kompletterer Spieler und gewann nur ein Jahr nach Guardiolas Amtsübernahme seinen ersten Ballon d'Or.


Dabei fruchtete das Experiment, Messi in der neuen Rolle der falschen Neun einzusetzen, komplett und Messi wurde zu dem außergewöhnlichen Torjäger, den wir heute kennen. Kein Wunder also, dass Messi später immer wieder davon sprach, unbedingt erneut mit Guardiola zusammenarbeiten zu wollen.


Mauricio Pochettino und Harry Kane

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Zuvor hatte bereits Harry Redknapp sein Potenzial erkannt, Andre Villas-Boas bescherte ihm sogar sein Premier-League-Debüt und Tim Sherwood setze ebenfalls auf ihn. Doch bevor Mauricio Pochettino bei Tottenham auftauchte, konnte Harry Kane sein volles Potenzial als Weltklassestürmer nicht auf den Rasen bringen.


Unter Pochettino kam Kane fast sofort regelmäßig zum Einsatz und erzielte in der ersten gemeinsamen Spielzeit in 34 Premier-League-Spielen 21 Tore. Dabei erklärte Kane, dass seine verbesserte Physis und seine gesteigerte Torquote mit den Trainingsmethoden des Argentiniers zusammenhängen würden. Der Coach konnte dem Team also sofort seinen Stempel aufdrücken.


Pochettino bezeichnete Kane als einen der besten Angreifer der Welt und behielt Recht. Der englische Angreifer hat für die Spurs bereits mehr als 150 Tore erzielt. Die Loyalität beider Sportsmänner wird in der nahen Zukunft auf die Probe gestellt, doch die Aussicht weiter zusammenarbeiten zu dürfen, könnte beide zu einem Verbleib bei den Spurs bewegen.


Sir Alex Ferguson und Cristiano Ronaldo

Manchester United's Portuguese midfielde

Cristiano Ronaldo wechselte 2003 zu Manchester United. Dabei eilte dem unglaublichen Talent der Ruf voraus, nicht gerade einfach zu sein und oftmals etwas engstirnig zu agieren. Es war also jemand gefragt, der den Burschen unter seine Fittiche nimmt und ihm den richtigen Weg weist.


Dabei hätte er keinen besseren Mentor als Sir Alex Ferguson haben können, der sofort erkannte, was aus Ronaldo werden könnte. Er erlaubte seinem Naturtalent sich voll zu entfalten und animierte seinen Schützling, seine Frustration in Motivation zu verwandeln und nicht an seinen Gegenspielern oder dem Schiedsrichter auszulassen.


Im Jahre 2009 wechselte Ronaldo zu ​Real Madrid und gewann zahlreiche Team- und Individualauszeichnungen. Seinen Mentor hat er dabei jedoch nie vergessen. Auch Ferguson blieb Ronaldo stets eng verbunden und war nach dessen Gewinn bei der Europameisterschaft im Jahre 2016 mit Portugal voller Stolz.


Jürgen Klopp und Robert Lewandowski

Juergen Klopp,Robert Lewandowski

Als Jürgen Klopp ​Robert Lewandowski 2010 von Lech Posen loseiste, war nicht abzusehen, dass der Pole zu einem der besten Angreifer der Welt heranwachsen würde. Vor allem wenn man sich vor Augen führt, dass der Stürmer in seiner ersten Saison für Borussia Dortmund in der Bundesliga gerade einmal acht Tore erzielen konnte.


Klopp schenkte Lewandowski aber stets sein Vertrauen und wurde ein Jahr später auf beeindruckende Art und Weise mit dem Gewinn des Doubles belohnt. Lewandowski steuerte 30 Treffer bei. Vor seinem Wechsel zum FC Bayern München im Jahre 2014 erzielte Lewandowski für den BVB insgesamt mehr als 100 Tore.


Im Achtelfinale der Champions League werden die beiden alten Weggefährten in Bälde aufeinander treffen. Lewandowski freut sich dabei auf das Wiedersehen: "Er war ein Trainer, der einen großen Einfluss auf meine Karriere hatte und ich kann ihm gegenüber nur dankbar sein."


Diego Simeone und Antoine Griezmann

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Obwohl er bei anderen Klubs wie etwa dem FC Barcelona wohl mehr Tore erzielen würde und mehr Titel holen könnte, hat sich Antoine Griezmann im vergangenen Sommer für einen Verbleib bei Atletico Madrid entschieden. Dabei spielte eine große Rolle, dass er so weiterhin unter Diego Simeone spielen kann.


Als Griezmann im Jahre 2014 bei Atletico aufschlug, musste er sich erst an Simeones Intensität gewöhnen und wurde häufig ausgewechselt. Doch die strenge Zuneigung des Argentiniers zahlte sich schließlich aus und am Ende der Saison war der Coach voll des Lobes für seinen nun treffsicheren Angreifer.


Unter der kontinuierlichen Leitung von Simeone wurde Griezmann zu einem der besten Spieler der Welt. Im letzten Jahr konnte er seine ersten großen Titel erringen. Mit Atletico setzte er sich in der Europa League durch und mit Frankreich wurde er Weltmeister. Als reiferer Spieler in einem jungen Team der Equipe Tricolore wurde der Offensivspieler dabei selbst zum Mentor.


Harry Redknapp und Gareth Bale

Harry Redknapp,Gareth Bale

Obwohl das Talent von Gareth Bale schon immer offensichtlich war, konnte er bei Tottenham zuerst kaum Akzente setzen. Nach seinem Wechsel von Southampton im Jahre 2007, konnte Bale mit seinem neuen Team 24 Ligaspiele in Folge keinen Sieg erringen und fand nicht die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive.


Harry Redknapp machte dann aber die Stärken von Bale aus und formte aus dem Linksverteidiger einen Flügelspieler. Nach einem überragenden Auftritt im San Siro gegen Inter Mailand im Jahre 2010 wurde dies endgültig seine neue Position.


Redknapp erklärte in seiner Autobiographie, dass er keineswegs ein Visionär gewesen sei. Vielmehr dachte er, dass Bale schlussendlich wieder in der Verteidigung enden würde und verkaufte ihn um ein Haar für gerade einmal drei Millionen Pfund an Birmingham. Dennoch hat er sich die Anerkennung verdient, schließlich formte er aus dem talentierten Teenager einen echten Weltstar.


Dieser Artikel wird dir präsentiert von Alita. Bald auch in einem Kino in deiner Nähe. 

Hier der offizielle Trailer des Actionspektakels: