​Eigentlich hatte sich der ​VfB Stuttgart für den 21. Spieltag eine Menge vorgenommen und wollte im direkten Duell mit Aufsteiger Fortuna Düsseldorf den Abstand zum rettenden Ufer verringen. Nach der deutlichen 0:3-Auswärtsniederlage, bei der die Schwaben wieder einmal überhaupt nicht überzeugen konnten, zeigte sich Spielmacher ​Daniel Didavi zumindest sehr selbstkritisch.


Trainer Markus Weinzierl hatte bei der Partie gegen die Funkel-Elf auf ein 4-2-3-1-System gesetzt. Dabei sollte Didavi in der Rolle des Spielmachers das Spiel des VfB an sich reißen und der Offensive der Stuttgarter endlich etwas Struktur verleihen. Der gebürtige Nürtinger konnte jedoch kaum Impulse setzen und ging wie der Rest der Mannschaft gegen gallige Gastgeber ziemlich unter. Dabei hatten sich auch die mitgereisten Anhänger der Schwaben einen couragierten Auftritt ihrer Lieblinge erhofft und wurden bitterlich enttäuscht.

Adam Bodzek,Daniel Didavi

Daniel Didavi konnte nur wenige direkte Duelle für sich entscheiden


Nach der Partie redete der gefrustete Offensivspieler zumindest nicht lange um den heißen Brei herum. "Wir haben hochverdient verloren. Wir müssen uns bei den Fans entschuldigen, die hierher gefahren sind. Eigentlich müssen wir denen das Geld zurückzahlen", so der 28-Jährige gegenüber Sky. Dabei hatte auch der trickreiche Edeltechniker erkannt, dass beim Gastspiel in Düsseldorf auch die Einstellung der Mannschaft zu wünschen übrig ließ. "So kannst du nicht auftreten. Düsseldorf hat alles gezeigt, was es braucht, um unten rauszukommen. Das haben wir nicht", so der ehemalige deutsche U21-Nationalspieler.


Obwohl die Stuttgarter in den letzten sechs Spielen insgesamt nur einen einzigen Zähler erringen konnten, belegen sie in der Liga noch immer den Relegationsplatz. Didavi möchte sich daher noch nicht unterkriegen lassen und betonte, dass man trotz des erneuten Rückschlags weitermachen müsse. Daher müsse man hart arbeiten und weiterhin an den Klassenerhalt glauben. Dabei betonte der Spielgestalter, dass es nun nicht darum gehe Phrasen zu dreschen, sondern sich auf dem Rasen zu beweisen. 

Markus Weinzierl

VfB-Coach Markus Weinzierl ist in die Kritik geraten 


Für Cheftrainer Markus Weinzierl wird die Luft nach der erneuten Niederlage immer dünner. Der 44-Jährige hatte den kriselnden Traditionsverein im Oktober 2018 übernommen, konnte den Klub seitdem aber keineswegs stabilisieren. Mit einem Punkteschnitt von 0,71 legte der Deutsche vielmehr die schlechteste Bilanz in der Vereinshistorie hin.


Zuletzt keimten Gerüchte auf, wonach mit Felix Magath bereits ein ​möglicher Nachfolger in den Starlöchern steht. Auch der Name Markus Gisdol wurde gehandelt. Der ehemalige HSV-Coach ließ sich im Sport1 'Doppelpass' am Sonntag jedoch nicht aus der Reserve locken. "Manche Fragen muss man einfach wegatmen", so der aktuell vereinslose Coach auf die Frage, ob er mit dem VfB derzeit in Kontakt steht. Auf den aktuellen Chefcoach des VfB dürften dennoch ungemütliche Zeiten zukommen.