Der Vertrag von Bruno Labbadia beim ​VfL Wolfsburg endet am Saisonende, doch trotz der sportlich bisher erfolgreichen Saison wollen sich die Verantwortlichen um Sportchef Jörg Schmadtke weiterhin Zeit lassen. Dieser begründete seine Entscheidung am Sonntagmorgen in der Sport1-Sendung 'Doppelpass' vor allem mit dem zwischenmenschlichen Verhältnis zum Trainer.


​Labbadia, der die Mannschaft im Februar vergangenen Jahres übernahm und vor dem Abstieg bewahrte, knüpft seine Zukunft in der Autostadt ohnehin an eine spezielle Bedingung. "Ich will nach Möglichkeit wieder dahin zurück, wo ich am Anfang meiner Karriere weitestgehend war: nach oben", ​sagte der 53-Jährige im Januar.


Nach den Abstiegskämpfen mit Wolfsburg, dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart wolle er solch eine Phase nicht noch einmal erleben. Nach der erfolgreichen Hinrunde, die der VfL auf Platz fünf beendete, wurde zwar nur eines der bisherigen Rückrundenspiele gewonnen, doch im engen Kampf um die Europapokalplätze ist weiterhin alles möglich - der Abstiegskampf ist in dieser Saison also kein Thema.

Bruno Labbadia

  Bruno Labbadias Chancen auf eine Vertragsverlängerung sind weiterhin aussichtsreich


Voreilig soll der Vertrag allerdings nicht verlängert werden, wie Jörg Schmadtke nun noch einmal betonte: "Wir haben erst im Sommer angefangen, miteinander zu arbeiten. Es geht auch darum, dass man sich in der täglichen Arbeit erst einmal kennenlernt." Dieser Prozess sei "weitestgehend abgeschlossen", doch nun müsse man auch Gespräche darüber führen, wie beide die künftige Ausrichtung des Vereins anstreben.


Ohnehin empfindet es Schmadtke nicht als Problem, dass Labbadias Vertrag noch nicht verlängert wurde: "Wenn beide Seiten damit unabhängig voneinander entspannt umgehen, ist das kein Problem. Es gibt überhaupt keine Problematik. Sonst würden wir die Zusammenarbeit ja beenden."


Somit dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die Vertragsverlängerung des Cheftrainers bekanntgeben wird. Unter Labbadia spielen die Wolfsburger einen erheblich besseren Fußball als in den vergangenen beiden Jahren und arbeiten sich langsam aber sicher wieder an die internationalen Plätze heran, die man seit der Vizemeisterschaft in der Saison 2014/15 nicht mehr erreichen konnte.