Vor wenigen Tagen wurde der ​Transfer von Marco Fabián zu Philadelphia Union perfekt. Die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt wurden somit doch noch einen ihrer Ladenhüter los, der bereits vor der Saison aussortiert wurde. Wie die US-Amerikanische Tageszeitung The Philadelphia Inquirer berichtet, wechselt Fabián ablösefrei in die MLS. Künftig könnte der Mexikaner seinem Ex-Verein allerdings eine Geldsumme in die Kassen spülen.


In Philadelphia wurde die Ankunft von Marco Fabián groß gefeiert. Der 29-jährige Mittelfeldspieler, der in der abgelaufenen Saison überraschend den DFB-Pokal mit der Frankfurter Eintracht gewann, fühlte sich bei seiner neuen Destination herzlich willkommen: "Ich bin zu einer tollen Stadt gekommen. Ich habe gehört, wie sie meinen Namen gesungen haben. Nicht nur mit den Fans, sondern auch mit den Mitarbeitern, mit jedem hier, fühlt es sich wie mein Zuhause an."


Nach einem schwierigen halben Jahr in Frankfurt, wo er nur selten für den Kader berufen wurde und zur zweiten Garde gehörte, hofft Fabián auf eine erfolgreiche Zeit in der MLS. In der abgelaufenen Saison erreichte Philadelphia Union als sechster der Eastern Conference die Playoffs, scheiterte allerdings in der ersten Runde am New York City FC.

In wenigen Wochen startet die amerikanische Profiliga in die neue Saison, bis dahin soll Fabián als neuer Leistungsträger und Führungsspieler in die Mannschaft integriert werden. "Das ist ein großer Tag für Union, ein toller Tag für uns alle. Wir werden eine Menge Spaß mit ihm haben", freute sich Ernst Tanner, der den Neuzugang als "das fehlende Puzzleteil" bezeichnete.


Einen besonderen Grund zur Freude hatte der Sportdirektor, der die Gespräche mit den Hessen Mitte Januar aufgenommen habe, auch aufgrund der Modalitäten des Transfers. Philadelphia zahlt keine Ablösesumme an Eintracht Frankfurt, dafür erhalten die Hessen bei einem Weiterverkauf fünf Prozent der Einnahmen. "Ich denke, in Anbetracht seines Werts und was wir bislang gezahlt haben, war es ein vertretbarer Deal", so Tanner, der von einer "Win-win-Situation für Frankfurt und uns" sprach. 


Welches Ansehen Fabián in den USA schon jetzt genießt, unterstreicht die Aussage von Trainer Jim Curtin: "Es ist der ambitionierteste Transfer, den wir je hatten. Als Trainer möchtest du Topspieler trainieren." Der 29-Jährige, der dem Bericht zufolge einen Einjahresvertrag mit Option auf ein weiteres Jahr unterzeichnete, wird in Philadelphia wertgeschätzt - anders als in Frankfurt, wo er trotz guter Leistungen in 50 Einsätzen plötzlich keine Rolle mehr spielte.