Nach dem Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim (3:3) wird Borussia Dortmund aller Voraussicht nach auch im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Tottenham Hotspur auf Marco Reus verzichten müssen. Wie Sportdirektor Michael Zorc am Sonntag laut Ruhr Nachrichten erklärte, werde man eine spontane Entscheidung treffen - eine "Wunderheilung" dürfe man allerdings nicht erwarten.


Dass der BVB zwar auch ohne seinen Kapitän, der in 27 Spielen an 28 Toren beteiligt war, in der Offensive glänzen kann, stellte die Mannschaft beim turbulenten Remis gegen Hoffenheim unter Beweis. Jadon Sancho blühte beispielsweise mit einem Tor und einem Assist auf, hätte zudem auf 4:0 stellen können, traf allerdings nur den Pfosten. Doch auch insgesamt lief es innerhalb der Mannschaft rund, ehe der Gast aus Sinsheim aufdrehte und die Partie in der Schlussviertelstunde auf den Kopf stellte.


Dennoch ist Reus unverzichtbar. Neben seiner fußballerischen Qualitäten verfügt er über die Erfahrung von mittlerweile 252 Bundesligaspielen für Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund, zudem stand er für Schwarz-Gelb insgesamt 52 Mal in der Champions League auf dem Platz. Gegen die ebenfalls junge wie ersatzgeschwächte Mannschaft von Tottenham Hotspur, die derzeit auf Torjäger Harry Kane und Dele Alli verzichten müssen, wäre ein Einsatz von Reus klar von Vorteil. Allerdings sieht es derzeit nicht danach aus, als könne der 29-Jährige am Mittwoch auflaufen.

Bereits am Freitag wurde darüber berichtet, dass dem 29-Jährigen eine Zwangspause von bis zu zwei Wochen droht. Ein Ausfall gegen Tottenham wäre keine allzu große Überraschung, zugleich allerdings eine Vorsichtsmaßnahme, ehe sich die Verletzung verschlimmert und der Kapitän noch länger ausfällt.


Die Augen richten sich auf Reus, der während des Pokalspiels gegen Werder Bremen (5:7, n.E.) aufgrund einer Verletzung am Oberschenkel nach der ersten Halbzeit nicht mehr aufs Feld zurückkehrte und von Paco Alcácer ersetzt wurde. "Ich denke, wir werden das kurzfristig entscheiden", sagte Sportdirektor Michael Zorc im Hinblick auf einen Einsatz gegen die 'Spurs', fügte jedoch an: "Ich rechne nicht mit einer Wunderheilung bis Mittwoch."


Während Innenverteidiger Manuel Akanji wieder am Mannschaftstraining teilnimmt, ist auch ein Einsatz von Lukasz Piszczek fraglich. Der Außenverteidiger soll nach der Partie am Samstag über Schmerzen an der Ferse geplagt haben, weshalb er unter der Woche möglicherweise ebenfalls fehlen wird.