Vor dem Achtelfinal-Duell in der Champions League gegen Manchester United muss Paris St. Germain einen weiteren namhaften Ausfall verkraften: Beim 1:0-Sieg des französischen Branchenprimus in der Ligue 1 gegen Girondins Bordeaux humpelte Torjäger Edinson Cavani noch vor der Halbzeitpause verletzt vom Platz. Ob der 31-Jährige am Dienstag auflaufen kann, galt zunächst als fraglich - mittlerweile wurde bestätigt, dass er ausfallen wird.


​Dass PSG auch ersatzgeschwächt das Maß der Dinge im französischen Fußball ist, unterstrich der gestrige Sieg über den Tabellenzwölften aus Bordeaux. Thomas Tuchel setzte in seiner Startelf unter anderem auf Stanley Nsoki, Moussa Diaby, Christopher Nkunku und Eric Maxim Choupo-Moting, dafür durfte der ein oder andere Stammspieler wie Kylian Mbappé, Juan Bernat oder Neuzugang Leandro Paredes ein wenig durchatmen.


Edinson Cavani stand hingegen in der Startelf und erwies sich erneut als Torjäger vom Dienst. Der Uruguayer traf in der 43. Minute per Elfmeter zum entscheidenden 1:0, verletzte sich bei der Ausführung des Strafstoßes allerdings und verließ nur wenige Augenblicke später das Spielfeld. Sein 17. Ligator feierte er mit einem schmerzverzerrtem Gesicht und bezahlte es bitter.

Schon am Dienstagabend treffen die Pariser im altehrwürdigen Old Trafford auf Manchester United, das seit der Amtsübernahme von Ole Gunnar Solskjaer auf einer Erfolgswelle schwimmt und zehn der letzten elf Partien gewann. Bei der Auslosung der Achtelfinal-Paarungen in der Champions League galt PSG als klarer Favorit für den Einzug ins Viertelfinale, doch die Vorzeichen werden immer dunkler.

Tuchel muss bereits auf Neymar verzichten, der nach einer erneuten Fußverletzung voraussichtlich bis Anfang April fehlen wird. Wie nun bekannt ist und bereits bestätigt wurde, wird auch Cavani am Dienstag nicht auflaufen können. 


Beide Akteure sind an zahlreichen Treffern beteiligt, allein Neymar kommt in 23 Einsätzen auf 20 Tore und elf Assists. In der Champions League ist das Duo gemeinsam mit Mbappé unverzichtbar für die Pariser, die seit der Übernahme von Nasser Al-Khelaifi im Mai 2011 auf den Triumph in der Königsklasse warten. Nachdem die Mannschaft allerdings schon im letzten Jahr an Real Madrid scheiterte, droht in diesem Jahr erneut das frühe Aus. Während Manchester United aus den Vollen schöpfen kann, steht PSG vor enormen Verletzungsproblemen - und Thomas Tuchel somit vor einer schwierigen Aufgabe.