Im Oktober 2018 wurde ​Hasan Salihamidzic noch vorgeworfen, er habe zu wenig Profil und trete in der Öffentlichkeit zu wenig in Erscheinung. Seit ein paar Monaten ist von "Brazzo" immer mehr zu hören. Jetzt attackiert Salihamidzic den Fernseh-Experten Dietmar Hamann. Hintergrund war dessen Kritik an ​Bayern Münchens Stürmer Robert Lewandowski.


Vor einigen Tagen hatte sky-Experte ​Dietmar Hamann Bayerns Topstürmer Robert Lewandowski vorgeworfen, keinen Wert für die Mannschaft zu haben, wenn er nicht selbst treffe. Außerdem sei er ein Egoist und der FC Bayern solle sich "ernsthaft überlegen, einen ersten und keinen zweiten Stürmer zu holen. Das würde natürlich heißen, dass du ihn abgibst", sagte Hamann. 


Nun meldete sich auch Münchens Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegenüber sky zu Wort: "Das, was er macht ist eine Kampagne gegen ihn, weil er die Spiele nicht richtig schauen kann. Ich glaube nicht, dass Lewandowski ein Problem für Bayern ist. Ich glaube eher, dass Didi Hamann ein Problem für sky ist. Deswegen muss man über ihn nachdenken", erklärte der 42-Jährige. 


Wichtig sei, dass die Zuschauer sehen, wie Robert Lewandowski spiele, erläuterte Salihamidzic: "Wenn ein Experte in so einer Saison so etwas erzählt, die Meinung kann keiner da draußen akzeptieren. Lothar Matthäus ist auch ein Experte bei sky, der hat sich distanziert." Dann hob Salihamidzic ​die Fähigkeiten Lewandowskis heraus: "Er spielt wie ein Leader, spielt seine kompletteste Saison bei uns. Er haut sich für die Mannschaft rein, ist unser Topscorer", lobte er den 102-fachen Nationalspieler. 


In dieser Saison hat Lewandowski in 29 Pflichtspielen 25 Tore geschossen und zehn Vorlagen beigesteuert. Beim gestrigen 3:1-Erfolg gegen Schalke 04 war der Pole an zwei Treffern direkt beteiligt (ein Tor, eine Vorlage). 


Lewandowski selbst sagte gegenüber Bild: "Ich habe das nicht gehört und es interessiert mich eigentlich auch nicht. Diese dummen Sachen musst du einfach wegschmeißen. Was soll ich über ihn sagen? Lieber nichts..."


Max Eberl kritisiert Salihamidzic


Borussia Mönchengladbach-Manager Max Eberl konnte Salihamidzics Attacke nicht nachvollziehen: "Es ist nicht mein Anrecht, alle Kritiker mundtot zu machen. Ich kann meine Arbeit machen, die kann man dann in der Analyse gut oder schlecht finden. Ich muss das als Person auch ein Stück weit ertragen." Zum Geschäft der Bundesliga gehöre das dazu.