Die plötzliche Meldung über den ​Tod von Rudi Assauer überschattete die vergangene Woche des ​FC Schalke 04. Als Würdigung für den einstigen Manager setzten sich die Anhänger des Vereins für eine Benennung der Veltins-Arena in "Rudi-Assauer-Arena" ein, werden sich von dem Gedanken allerdings verabschieden müssen, wie die  Verantwortlichen erklärten.


Ohne Rudi Assauer wäre die Veltins-Arena wohl kaum, was sie heute ist. Der Ex-Manager initiierte den Bau des Stadions, trieb die Planung voran und beobachtete regelmäßig die Bauarbeiten bis zur Fertigstellung im Jahr 2001. Wenige Jahre später wurde aus der 'Arena auf Schalke' die 'Veltins-Arena.' Die Brauerei Veltins hält auch heute noch die Namensrechte am Stadion, der Vertrag gilt bis 2027. 


In den vergangenen Tagen forderten viele Fans die Umbenennung in 'Rudi-Assauer-Arena', wenn auch nur für eine Saison. Ähnlich ging der SV Darmstadt nach dem Tod von Jonathan Heimes vor, woraufhin das Stadion der Hessen für die Saison 2016/17 in 'Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor' umbenannt wurde. 

FUSSBALL: SCHALKE 04 - HANSA ROSTOCK 3:1

   Die Veltins-Arena sollte sich zu Rudi Assauers "zweitem Wohnzimmer" entwickeln


"In den vergangenen zwei Tagen erreichten uns zahlreiche Beiträge unserer Fans zu einer möglichen Umbenennung unseres Stadions in seinen Namen", erklärte S04-Marketingchef Alexander Jobst laut ​WAZ. Der 45-Jährige erinnerte daran, dass Assauer im Jahre 1997 Veltins erstmals kontaktiert habe, woraufhin das Sponsoring erst zustande kam.


Allerdings stelle eine Umbenennung der Arena keine realistische Option dar: "Genau wie wir würde Rudi sich wünschen, dass unser königsblaues Wohnzimmer noch sehr lange Veltins-Arena heißt. Auch aus diesem Grunde haben Veltins und der FC Schalke 04 im letzten Jahr das Arena-Namensrecht bis 2027 langfristig verlängert. Unser Partner Veltins genießt große Sympathien bei den Fans, im Verein und schon damals bei Rudi."

Stattdessen soll eine Straße nach Assauer benannt werden, möglicherweise sogar der Arenaring am Stadion. "Dann würde die Veltins-Arena am Rudi-Assauer-Ring 1 stehen", so Jobst, der ankündigte, dass man zeitnah Gespräche mit der Stadt Gelsenkirchen aufnehmen wolle.


Sport-Vorstand Christian Heidel ärgerte sich derweil darüber, dass das Thema in die Öffentlichkeit hinausgetragen wurde. Der 55-Jährige empfindet es als "unpassend, nach so kurzer Zeit eine öffentliche Diskussion darüber zu führen", zumal es ohnehin "der große Wunsch des FC Schalke 04" sei, Assauer zu würdigen.