Während der Winter-Transferperiode sah sich der FC Bayern München nach neuen Verstärkungen um, konnte sich allerdings nur die Dienste für Benjamin Pavard sichern, der zur neuen Saison an die Isar wechseln wird. Schon viele Wochen zuvor wurde das Interesse des Rekordmeisters an ​Lucas Hernandez bekannt, der mindestens bis zum Saisonende bei Atlético Madrid bleiben wird. Im Interview mit der AS sprach der Abwehrspieler über den geplatzten Wechsel nach München, der im Sommer neuen Schwung aufnehmen könnte.


Die Verhandlungen um einen Transfer von Lucas Hernandez von Atlético Madrid zum FC Bayern München entwickelten sich zu einem medialen Hick-Hack. Zu Beginn berichtete die Marca über die vermeintliche Entscheidung der Münchner, dass die Ausstiegsklausel in Höhe von 80 Millionen Euro aktiviert würde, während aus Madrid zu hören war, dass Hernandez den Verein im Winter nicht verlassen werde. Die Verantwortlichen in München hielten sich derweil bedeckt. Schlussendlich kam der Transfer nicht zustande - möglicherweise folgt er jedoch zur neuen Saison.

"Wenn ich ehrlich bin, haben sich meine persönlichen Umstände geändert und wenn ich eine Entscheidung treffen muss, kann ich nicht mehr nur an mich denken", sagte der Innenverteidiger nun über den gescheiterten Wechsel (via SportBild). Er habe im Winter "ein bedeutendes Angebot" erhalten und im Zuge dessen umgehend die Vereinsführung informiert.


"Vom ersten Moment an sagten sie mir, dass es keine Option sei, die sie in Betracht ziehen könnten. Und die Wahrheit ist, dass sie mit der Situation sehr verständnisvoll umgegangen sind", so Hernandez, der zudem verriet, dass man "alles vor dem Ende dieser Saison bewerten" wolle. 

Lucas Hernandez

   Noch immer wollen die Verantwortlichen von Atlético Madrid verhindern, dass Lucas Hernandez den Verein im Sommer verlässt

 

Soll heißen: Atlético kämpft noch immer um den Verbleib des 22-Jährigen, der von einem Wechsel nach München nicht abgeneigt ist. Daher sagt er weiter: "Ich weiß, dass es die Absicht der Bosse ist, eine Vereinbarung zur Verlängerung meines Vertrags zu treffen. Sie haben sich aber auch verpflichtet, meine zukünftige Entscheidung zu respektieren."


Sollten sich beide Vereine auf einen Wechsel verständigen, dürfte dieser allerdings eine kostspielige Angelegenheit bleiben. Es sei "klar, dass sie auf keinen Fall über meine Ausstiegsklausel verhandeln werden", so der Innenverteidiger. Schließlich setze sich der Klub dafür ein, dass er noch viele Jahre in der spanischen Hauptstadt verbringen wird.