Gut eine Woche nach dem Auswärtsspiel des SC Freiburg beim VfB Stuttgart (2:2) erhoben die Breisgauer schwere Vorwürfe gegen die Stuttgarter Polizei. Demnach sollen die Beamten die angereisten Gästefans durch eine "umfangreiche polizeiliche Maßnahme" in Gefahr gebracht haben, wie der Verein in einer Stellungnahme auf der vereinseigenen Website verlauten ließ.


Der ursprüngliche Grund für den Polizeieinsatz sei, dass einzelne Anhänger des SC Freiburg auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion bereits erste "pyrotechnischen Gegenstände" entzündet haben. Zudem sei der Sonderzug beschädigt worden, jedoch habe sich die verantwortliche Person "bereits nach Ankunft des Zugs selbst gestellt." 


Auch die Schuldigen im Falle der Pyrotechnik seien schnell identifiziert worden. Ein Ende des Einsatzes sollte dies allerdings nicht bedeuten, wie es weiter heißt: "Dennoch kam es auf der Zuwegung zum Gästeeingang innerhalb eines schmalen, eingezäunten Durchgangsbereiches etwa eine Stunde vor Spielbeginn zu einer Blockade durch die Polizei. Hiervon waren 800 bis 1000 Menschen betroffen, darunter viele Familien, weibliche Fans und Jugendliche, die in der Folge fast die komplette erste Hälfte des Spiels außerhalb des Stadions verbringen mussten."


Die Polizei habe den Betroffenen keinerlei Informationen gegeben, zudem sei es nach der Auflösung "zu einem größeren Andrang und langen Warteschlangen am Gästeeingang" gekommen. Auch im Fanblock sollen sich "teilweise chaotische Szenen" abgespielt haben.


Daher erhebt der Verein schwere Vorwürfe gegen die ansässige Polizei: "Aus unserer Sicht bestand durch das Vorgehen in einem schmalen Korridor die Gefahr einer Massenpanik. Zu erwähnen ist, dass es in dem Menschenpulk zu mehreren Einsätzen des DRK gekommen ist." 


Es sei dem Verhalten der eigenen Fans "zu verdanken, dass die Situation nicht eskaliert ist. Die gesamte polizeiliche Maßnahme und die Art und Weise, wie diese umgesetzt und gegenüber den Fans und der Freiburger Fanbetreuung kommuniziert wurde, stellt sich für uns als unverhältnismäßig dar."


Zum Schluss bat der Sport-Club die Stuttgarter Polizei ebenfalls um eine Stellungnahme. Wie der kicker vermeldet, hätten die Polizisten die Absicht gepflegt, das Schmuggeln von Pyrotechnik in den Stadionbereich zu verhindern. Dies habe jedoch "nicht wie geplant" funktioniert.