Seit nunmehr 19 Jahren ist Dieter Hecking im Trainergeschäft tätig. Der 54-Jährige macht sich daher wenig verwunderlich Gedanken über seine persönliche Zukunft, die er weiter dem Fußball widmen will: Wie er gegenüber dem ​Kölner Stadt-Anzeigerverriet, könne er sich vorstellen, eines Tages Bundestrainer zu werden.


Insgesamt verbrachte Hecking bereits 693 Spiele seit seinem ersten Engagement beim SC Verl im Sommer 2000 auf der Trainerbank. Der ehemalige offensive Mittelfeldspieler arbeitete bei all seinen Stationen größtenteils erfolgreich, schaffte mit Alemannia Aachen den Aufstieg in die ​Bundesliga, bewahrte den 1. FC Nürnberg vor dem Abstieg und feierte im Mai 2015 mit dem VfL Wolfsburg die Vizemeisterschaft sowie den Triumph im DFB-Pokal.


Nach einer turbulenten vergangenen Saison veränderte er das Mannschaftsgebilde von ​Borussia Mönchengladbach im Sommer und liegt derzeit mit seiner Mannschaft auf Rang Zwei, punktgleich mit dem FC Bayern München. 


Doch nach all den Jahren im Bundesliga-Alltag kommen einige Fragen auf, so Hecking, der sich durchaus vorstellen könne, künftig als Bundestrainer zu arbeiten: "Was hält das Arbeitsleben für einen mit Mitte 50 noch bereit, was könnte mich nochmal reizen? Und da könnte für mich zum Beispiel auch der DFB eine interessante Geschichte werden - wenn die Notwendigkeit besteht."

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  Für die Zukunft will sich Dieter Hecking alle Eventualitäten offenhalten 


​Diese Notwendigkeit bestehe derzeit allerdings nicht, wie er klarstellte: "Da ich mit Borussia gerade sehr erfolgreich bin, strebe ich dieses Amt aktuell sicherlich nicht an." Dennoch wolle er "eine andere Seite des Jobs kennenlernen", zudem könne niemand sagen, was in einigen Jahren passiert.


Bundestrainer Joachim Löw steht noch bis 2022 unter Vertrag, musste in den vergangenen Monaten allerdings immer wieder um seinen Job kämpfen. Der 59-Jährige genießt weiterhin das volle Vertrauen des DFB, doch bei der Weltmeisterschaft in Russland und bereits in den Monaten zuvor wurden nach zwölf erfolgreichen Jahren erste Abnutzungsspuren deutlich. 


"Natürlich ist das jetzt noch weit weg, außerdem haben wir ja einen sehr guten Bundestrainer", weiß Hecking, der es allerdings "im Hinterkopf" behalten werde, Löw möglicherweise in einigen Jahren zu beerben.