​Am Donnerstag bestätigen sowohl der ​Hamburger SV, als auch der ​FC Bayern München, dass sich der deutsche Rekordmeister bereits vor einem halben Jahr die Rechte an Hamburgs Supertalent ​Jann-Fiete Arp gesichert hatte. Bernd Hoffmann, seines Zeichens Boss des Zweitligisten, räumte Fehler bei der Kommunikation des Transfers ein.


Da die BILD zuvor bereits den Deal öffentlich machte, sahen sich beide Klubs unter der Woche zu der Bekanntmachung genötigt. Dass die beiden Traditionsvereine zuvor geschwiegen und den beiden Fanlagern den Wechsel vorenthalten hatten, bezeichnete HSV-Boss Bernd Hoffmann am Freitag aus heutiger Sicht als "eine Fehlentscheidung". Dass auch der junge Spieler selbst für die Geheimhaltung öffentlich angegangen worden war, wollte der 56-Jährige nicht unkommentiert lassen.

Jann-Fiete Arp

Jann-Fiete Arp gilt als großes Offensivtalent


"Das war aber eindeutig und ausschließlich die Verantwortung der beteiligten Klubs, das nicht zu kommunizieren. Da müssen wir Fiete komplett rausnehmen", nahm der erfahrene Funktionär seinen Offensivspieler in Schutz. Man habe aber aus den Vorgängen gelernt und würde es "heute wahrscheinlich anders machen". Der gebürtige Leverkusener bezog auch zu dem außergewöhnlichen Vertragsmodell Stellung, welches dem Spieler selbst die alleinige Entscheidungsgewalt einräumt, ob er den HSV bereits im kommenden Sommer oder erst Mitte 2020 verlassen wird.


So gab der HSV-Chef unumwunden zu, dass es sich durchaus um eine "außergewöhnliche Gesamtkonstruktion" handle. Unterm Strich habe man aber eine eine "richtig gute Lösung - für beide Klubs, aber auch für Fiete" gefunden. Dabei ist sich Hoffmann zudem sicher, dass der 19-Jährige Angreifer mit seiner Macht "verantwortlich" umgehen werde. 

Bernd Hoffmann

HSV-Boss Bernd Hoffmann ist von der Sinnhaftigkeit des Transfers überzeugt


Die endgültige Entscheidung über den Zeitpunkt des Transfers soll "zu gegebener Zeit", aber auf jedem Fall "nicht während der laufenden Saison" erfolgen. Auch die Überweisung der kolportierten Ablösesumme von 2,5 Millionen Euro sei noch nicht erfolgt und werde dies auch nicht bis zum Ende der Saison tun. Dabei wird dem mächtigen Mann des Aufstiegsaspiranten jedoch keineswegs Angst und Bange, schließlich werde der deutsche Rekordmeister pünktlich überweisen, "wenn wir die Rechnung stellen, das ist sicher".