​​RB Leipzig ist auf Champions-League-Kurs. Nachdem die vergangene Spielzeit trotz des Einzugs in die Europa League eher bescheiden verlaufen war, hat sich die Mannschaft unter der Führung des Interimstrainers und dauerhaften Managers Ralf Rangnick stabilisiert. Die Leipziger Unbeschwertheit des Aufstiegsjahres ist zurück. Am Wochenende empfangen die Sachsen ​Eintracht Frankfurt zu einem ​wegweisenden Duell.


Sobald zwei annähernd gleichstarke Mannschaften gegeneinander spielen, die tabellarisch in Reichweite liegen, spricht der Fußball-Fan von "Sechspunktespielen". Klar, auch beim Spiel zwischen Leipzig und Frankfurt erhält der Sieger nicht sechs, sondern drei Punkte. Jedoch könnte Leipzig mit einem Sieg die Frankfurtern auf acht Punkte distanzieren. Aktuell haben die viertplatzierten Leipziger 37 Punkte, Frankfurt liegt mit 32 Punkten direkt dahinter auf Rang Fünf. Sollte Frankfurt allerdings die Oberhand behalten, würde Leipzig plötzlich der Angstschweiß auf der Stirn stehen bei nur noch zwei Punkten Vorsprung. 

Konate und Upamecano müssen pausieren


Vor allem in der Abwehr plagen die Leipziger Personalsorgen. Am Samstag um 15.30 Uhr müssen die Roten Bullen auf ihre beiden talentierten Innenverteidiger ​Dayot Upamecano (Knorpelquetschung im Knie) sowie Ibrahima Konate (Sperre nach fünfter gelber Karte) verzichten. Nach wie vor fehlen Neuzugang Amadou Haidara, der sich nach dem Kreuzbandriss im November im Aufbautraining befindet, und Arsenal-Leihgabe Emile Smith Rowe aufgrund von Leistenproblemen. 


Mit Peter Gulacsi steht einer der formstärksten Bundesligatorhüter Torhüter zwischen den Pfosten. In den letzten drei Pflichtspielen blieb der Ungar jeweils zu Null. Vom kicker wurde Gulacsi nach der Hinrunde in die Kategorie "internationale Klasse" und zum viertbesten Torwart der Bundesliga eingestuft. 


Für den gesperrten Konate könnte Stefan Ilsanker ins Abwehrzentrum rücken. Auch eine Dreierkette ist denkbar. Wahrscheinlicher ist aber folgende Anordnung: Lukas Klostermann, Stefan Ilsanker, Willi Orban, Dominik Halstenberg. Die beiden Außenverteidiger Nordi Mukiele und Marcelo Saracchi sind seit November meist außen vor. Allerdings räumte Rangnick auf der Pressekonferenz vor dem Spiel ein: "Mukiele trainiert auf sehr engagiertem Niveau seit Weihnachten. Er ist eine Option für das Spiel." 


Wie steht es um Kampl?

Im defensiven Mittelfeld kommt ein Einsatz für Kevin Kampl wahrscheinlich zu früh. Der 28-Jährige laboriert noch an Belastungen infolge eines gebrochenen Zehs. Diego Demme wird wohl gemeinsam mit New York Red Bulls-Neuzugang Tyler Adams mit der Aufgabe betreut, vor der Viererkette für Ruhe und Stabilität zu sorgen. Bislang zeigte der 19-jährige Adams kaum Eingewöhnungsprobleme, in den letzten drei Pflichtspielen stand er über die volle Distanz auf dem Rasen.

Emil Forsberg


Im offensiven Mittelfeld könnte Emil Forsberg nach auskurierten Leistenproblemen sein Startelf-Debüt geben. Statt ihm kann aber auch Konrad Laimer zum Einsatz kommen. Der Österreicher zählte zu den Gewinnern der Wintervorbereitung. Beim 4:0 gegen Fortuna Düsseldorf erzielte der dynamische Linksaußen ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Die Position im rechten Mittelfeld wird vermutlich Marcel Sabitzer übernehmen. 


Werner ist fraglich


Ein Einsatz von Angreifer Timo Werner nach grippalem Infekt ist fraglich. "Bei Timo Werner ist es möglich, dass er im Kader ist. Noch ist es aber nicht klar", erklärte Rangnick. Sollte es für Werner nicht reichen würde DFB-Pokalheld Matheus Cunha neben Yussuf Poulsen stürmen. So oder so, RB Leipzig hat einen breiten Kader und wird als leichter Favorit ins Spiel gehen. 


Die mögliche Startelf im Überblick: