Es ist schon über ein halbes Jahr her, dass sich Kyriakos Papadopoulos (26) schwer am Knie verletzte (Knorpelschaden) und für die komplette Hinrunde passen musste. Mittlerweile hat sich der Grieche Stück für Stück zurückgekämpft, bereits Teile des Mannschaftstrainings und letzte Woche sogar erste Torschuss-Einheiten absolviert (Quelle: bild.de). Klar, dass er jetzt auch baldmöglichst wieder auf dem Rasen stehen und spielen will. Doch die Bosse bremsen noch.

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Zu "95 Prozent" sei er schon wieder fit, so der Abwehrrecke selbst. Das ist Papa, wie ihn die ​HSV-Fans lieben. Bereits vor einigen Tagen, kurz vor dem Pokalspiel gegen den Club, postete er via Instagram: "Bald!" 

Doch die Verantwortlichen, allen voran sein Trainer, sehen das naturgemäß etwas zurückhaltender. "Er scharrt mit den Hufen. Das ist auch gut so. Das ist seine Mentalität, sein Charakter und auch seine große Stärke", so Hannes Wolf (37) über seinen Schützling. Doch er fügt auch an: "Wir haben natürlich eine Gesamtverantwortung, dass er erst trainiert und fit genug ist im Ganzen - nicht nur vom Knie her. Dass er dann nicht nur ein Spiel machen kann, sondern auch perspektivisch gesund wird. Diese Verantwortung übernehmen wir." 


Müssen sie wohl auch, denn wenn es nach dem Spieler alleine ginge, würde der sich wohl schon gegen Dynamo Dresden am kommenden Montag (20.30 Uhr) aufstellen. Doch eine Grundregel besagt: ein Spieler benötigt in etwa soviel Zeit zur vollständigen Regeneration, wie er vorher inaktiv war.  


Die Verantwortlichen beim HSV jedenfalls rechnen mit einem vollbelastbaren Papadopoulos für Anfang April. "Wir müssen Geduld haben", fordert denn auch Wolf vom Klub, von den Fans und - nicht zuletzt - vom Spieler selbst. "Es ist keine kleine Verletzung bei Papa. Du musst im Ganzen genug trainiert haben. Das haben wir bei Gideon Jung (erlitt im vergangenen Sommer eine ähnliche Verletzung, die Red.) auch so gemacht. Und bei Papa machen wir es auch." Sieht also erstmal nach einer Geduldsübung für Papa aus.