​Über die Hälfte der Saison ist gespielt und mit vollem Augenmerk auf die ​Bundesliga hat sich Borussia Mönchengladbach in der Spitzengruppe festgesetzt. Aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz sind die Aussichten auf einen Champions-League-Platz für die Fohlen ausgezeichnet und selbst die Meisterschaft ist nicht außer Reichweite. Doch wird sich am Ende der Saison die Frage stellen, wie viel Kraft der Mannschaft vom Niederrhein noch bleibt. Wie gut hat Trainer Dieter Hecking bisher gewirtschaftet? Ein Überblick:


Nach zwanzig Bundesliga-Spieltagen haben erst zehn Spieler von ​Borussia Mönchengladbach überhaupt die Marke von 1000 Spielminuten geknackt. Das hat unter anderem damit zu tun, dass Stammkräfte wie Lars Stindl einige Spiele verpassten. Der Kapitän belegt durch seinen Syndesmosebandriss vereinsintern mit 981 Spielminuten lediglich den zwölften Rang.

Yann Sommer

Yann Sommer verpasste in der laufenden Saison noch keine Bundesliga-Minute



In Abwesenheit des deutschen Nationalspielers trug Keeper Yann Sommer die Binde des VfL und sorgte in bislang jedem Saisonspiel der Borussen 90 Minuten lang für starken Rückhalt. Weil der Schweizer jedoch beim 11:1-Sieg gegen den BSC Hastedt in der ersten Pokalrunde aussetzte, hat einer der Gladbach-Profis noch mehr Minuten absolviert: Linksverteidiger Oscar Wendt ist mit insgesamt 1935 Minuten im hohen Fußballeralter von 33 Jahren der Dauerbrenner bei den Fohlen. Der Schwede hat damit nur 45 Pflichtspielminuten verpasst. Dass Wendt so unverzichtbar ist, liegt allerdings auch ein wenig an der Alternativlosigkeit, die Hecking auf seiner linken Abwehrseite sieht. Der einzige nominelle Ersatz für seinen skandinavischen Routinier ist das 19-jährige dänische Talent Andreas Poulsen, das bisher nur in besagtem ersten Pokalspiel für die Profis auflaufen durfte. 


Finden sich in den Top 15 der Gladbacher Spielminuten-Charts auch vornehmlich defensiv orientierte Spieler (neben Sommer und Wendt auch Strobl, Elvedi, Ginter, Lang, Jantschke und Beyer), so kann Coach Hecking natürlich auch auf einige seiner Offensivkräfte nicht verzichten - allen voran die Tor-Garanten Hazard und Pléa, die sich gleich hinter Wendt und Sommer auf den Plätzen Drei und Vier einordnen. 


Hier die gesamte Top 15 der Gladbacher Dauerbrenner:


PlatzNameMinuten
1Oscar Wendt1.935
2​Yann Sommer ​1.890
3​Thorgan Hazard​1.883
4​Alassane Pléa​1.609
5​Tobias Strobl​1.573
6​Nico Elvedi​1.545
7​Matthias Ginter​1.480
8​Jonas Hofman​1.412
9​Florian Neuhaus​1.392
10​Michael Lang​1.209
11​Denis Zakaria​994
12​Lars Stindl​981
13​Tony Jantschke​705
14​Jordan Beyer​585
15​Fabian Johnson​541