Nico Elvedi hat bei ​Borussia Mönchengladbach nach seiner Versetzung von der rechten Außenbahn ins defensive Zentrum in dieser Saison den wohl bislang größten Sprung aller jungen Spieler im Kader von Dieter Hecking gemacht. Das ist auch der Konkurrenz aus dem Ausland nicht verborgen geblieben.


Es war vor ziemlich genau einem halben Jahr. Die Borussia spielte in Berlin gegen ​Hertha BSC und verlor mit 2:4. Da stand Nico Elvedi auf dem Platz und doch irgendwie gewaltig neben sich. Schlechtes Timing, falsches Positionsspiel und eine durchwachsene Leistung bescheinigte man dem schweizer Verteidiger nach der Partie.


Heute, 17 Spieltage später, grüßt der VfL mit der besten Defensive der Liga, was auch an der Entwicklung von Nico Elvedi liegt. Mit welcher Selbstverständlichkeit er inzwischen seinen Mann steht und wie sehr er an der Seite von Matthias Ginter gereift ist, fasst in einer Person treffend die bisherige Saison der Fohlen zusammen.

Schon bei seinem Wechsel bekräftigte er immer wieder, Innenverteidiger zu sein. Mangels Alternativen aber verbrachte er die ersten beiden Jahre in Gladbach auf der rechten Außenbahn. Seit dieser Saison, genauer: seit dem Spiel nach Berlin, ist er in der Innenverteidigung. Und nach einigen Anpassungsproblemen hat er gezeigt, warum er sich immer wieder im Zentrum sah.


Auch sein Coach Dieter Hecking ist begeistert von der Entwicklung des jungen Schweizers. Und erklärt im kicker: „Nico hat ein super Stellungsspiel und kommt fast immer ohne Foul aus. Er kann mit seiner Schnelligkeit gefährliche Situationen bereinigen. Außerdem spielt er sehr abgeklärt.“ Ein Lob, an das nach Berlin nicht zu denken war.


Für Elvedi selbst ist es nur eine Bestätigung. „Diese Position ist wie für mich gemacht, da habe ich das ganze Spiel vor mir.“ Der Abgang von Jannik Vestergaard vor der Saison zum FC Southampton wurde damit nicht nur aufgefangen, Elvedi stellt durch seine Schnelligkeit sogar eine Verbesserung zum Dänen dar. Ein heikles Pokerspiel, auf das sich alle Beteiligten eingelassen haben, aber mit einem tollen Ergebnis.


Die Entwicklung Elvedis ist aber auch der Konkurrenz nicht verborgen geblieben. Daher berichten inzwischen verschiedene Medien, dass ausländische Scouts die Entwicklung des 22-Jährigen sehr genau beobachten. Es dürfte also nicht mehr lange dauern, bis zahlungskräftige Klubs Anfragen wegen des jungen Eidgenossen ans Büro von Eberl schicken.