​Krieger ist kein Begriff, der im Fußball leicht benutzt wird. Es ist nur für die Spieler reserviert, die sich jeder Herausforderung mit unvergleichlichem Kampf, Leidenschaft und Führung stellen oder gestellt haben. Dabei ist es etwas höchst Erfreuliches, vor allem in der Zeit, in der wir heute leben, wenn man diese Titanen aus der Vergangenheit und Gegenwart beobachtet, wie sie sich ihren Weg zum Ruhm erkämpfen. Hier sind sieben solcher Namen, die uns über die Jahre mit diesen Momenten versorgt haben.


Carles Puyol 
Carles Puyol,Cesc Fabregas


Carles Puyol ist vielleicht eines der besten Beispiele für einen mitfühlenden Krieger. Einer, der die Rechte und Missstände des Fußballspiels kannte. Natürlich hat er sich nie vor einem Zweikampf gescheut und war auf dem Spielfeld lautstark, aber er hatte großen Respekt vor seinen Mitspielern. Er ließ seine Leidenschaft nur selten die Kontrolle über sich gewinnen und versuchte immer, den richtigen Weg zu gehen. Deswegen warf er damals das Feuerzeug weg, was von den Real-Fans aufs Feld geworfen wurde und welches Gerard Pique gerade dem Schiedsrichter zeigen wollte. Deshalb lehnte er es ab, die Situation eskalieren zu lassen, als er von einem Gegner geschlagen wurde. Er war immer ein Krieger, aber allen voran war er ein Sportler.


Roy Keane

(FILES) Manchester United captain Roy Ke


Das gleiche Maß an Respekt und Mitgefühl konnte man bei Roy Keane hingegen nicht sehen. Wenn sich Puyol an einem Ende des Krieger-Spektrums befindet, ist Keane am anderen – mit erhobener Faust und geschnürten Stiefeln.


Bei mehr als einer Gelegenheit in seiner Karriere ließ er sich von diesen kriegerischen Tendenzen überwältigen, als er die Linie überschritt, wie man sich auf einem Fußballplatz zu verhalten hat. Meistens waren es jedoch seine Intensität und sein ungebrochener Wunsch, zu gewinnen, die seine Teamkollegen nach ganz oben getrieben haben.


Patrick Vieira

Patrick Vieira,Lee Bowyer

Wenn man an Roy Keane denkt, fällt einem unweigerlich auch Patrick Vieira ein. Es war eine der größten Rivalitäten, die die ​Premier League je erlebt hat, vor allem, weil keiner der Spieler bereit war, sein Engagement zu reduzieren oder einzuschränken. Man kann jedoch sagen, dass Vieira ein eleganterer Krieger war als die meisten anderen. Seine raumgreifenden Läufe waren eine Freude und seine Führung des ​Arsenal-Teams verlieh ihnen den nötigen Punch hinter all der Schönspielerei.


Sergio Ramos

Sergio Ramos

Sergio Ramos ist ein Krieger des modernen Fußballs. Er verkörpert die Qualitäten, die heutzutage ein Krieger haben muss. Im Großen und Ganzen sind die Tage der zeichensetzenden Grätschen und der Verteidigung mit allen Mitteln vorbei. Was braucht es also? Die dunklen Künste im Fußball, und niemand ist besser in der Lage, diese Künste so sorgfältig anzuwenden, wie Sergio Ramos. Sein Foul an Mohamed Salah im Champions-League-Finale wäre auch im Film 'Warrior' von 2011 nicht fehl am Platz gewesen. Das er damit durchkam, zeigt, das es kein besseres Beispiel gibt!


Diego Costa

Diego Costa

Wenn wir in der Moderne bleiben, wer könnte dann ein besseres Pendant zu Ramos sein als Diego Costa. Vielleicht ist er nicht so effizient wie sein Landsmann, doch auch er wendet alle Tricks an, die man kennt. Es gibt so viele Momente in der Karriere von Costa, die diesen Punkt unterstützen, ein sehr gutes Beispiel aber gab es jüngst bei der Weltmeisterschaft 2018 mit Spanien gegen Portugal. Sein Durchsetzen gegen Ramos' langjährigen Partner Pepe beim 1:1 zeigt deutlich seine Kämpfernatur auf dem Platz. Wenn er so drauf ist, lässt er sich von nichts aufhalten.


John Terry

John Terry

Man kann sich vorstellen, dass John Terry während seiner Zeit bei Chelsea als Mentor für Krieger fungierte, denn nur wenige konnten den brasilianisch/spanischen Stürmer in Bezug auf Feuer und Schwefel auf dem Fußballplatz ausgleichen oder gar übertreffen. Aber der Chelsea-Kapitän war einer von ihnen. Da war sein Scharfsinn und seine Antizipation in der Defensive. Daher war es selten nötig, dass er sich von seiner Leidenschaft hinreißen lassen musste. Kam es jedoch mal zu solchen Situationen, wo es heftig herging, war er normalerweise der Spieler, der oben auf war und spielte, als sei nichts geschehen.


Steven Gerrard

Steven Gerrard

Vielleicht ist Gerrard ein Ausreißer in dieser Liste, da er nie mit dieser dunklen Seite des Spiels verbunden war. Aber das lag hauptsächlich daran, dass alles andere, was er auf dem Platz tat, diesen Teil seines Spiels in den Schatten stellte. Aber machen wir uns nichts vor, Steven Gerrard war ein Krieger, wenn er es wollte. Sein Kampfgeist wurde hauptsächlich bei den Merseyside-Derbies herausgekitzelt, wo er eine ganze Reihe von Aktionen zeigte, die diese These untermauern. Dort kämpfte er um jeden Zentimeter, als ginge es um sein Leben.


Der Artikel wird euch präsentiert von Alita, bald in den Kinos - Seht euch den Trailer an: