​Didi Hamann (45) hatte das Fass kürzlich aufgemacht. Mal wieder. Denn an Robert Lewandowski (30) scheiden sich schon seit Längerem die Geister. Nicht nur in München. 


Gemäß dem Ex-Nationalspieler und früheren Liverpool-Star sollte der ​FC Bayern sich ernsthaft überlegen, den Polen noch vor Ablauf seines Vertrages (läuft bis Sommer 2021) zu verkaufen, denn er habe keinen Wert mehr für die Bayern, wenn er nicht treffe. Auch will Hamann, der in seiner aktiven Zeit auch für die Bayern gespielt hat, ein Stimmungsproblem, ausgelöst durch den Polen (abschätzige Handbewegungen, wenn er die Bälle nicht so kriegt, wie er es gerne hätte usw.) ausgemacht haben. 

Am Mittwochabend jedenfalls schien der Pole alle seine Kritiker verstummen lassen zu wollen. Beim 3:2-Erfolg der Münchener im DFB-Pokalpokal-Achtelfinale bei der Hertha war Lewandowski an allen drei Toren beteiligt, gab zwei direkte Assists. Auch auf dem vereinseigenen Twitter-Konto wird der 30-jährige Stürmer dafür gepriesen, nach Kimmich der beste Vorbereiter der Mannschaft zu sein (neun Torvorlagen). So kommt er denn wettbewerbsübergreifend auf 33 Scorerpunkte (24 Treffer, neun Assists) in 28 Spielen. Liest sich erstmal tatsächlich nicht wie die Bilanz eines Ego-Shooters. 

Entsprechend reagierte "Lewa" auch auf Hamanns Kritik: "Mich interessiert nicht, was irgendwer über mich sagt. Erst recht nicht, wenn es einfach völlig dämlich ist. Ich glaube nicht, das er viel von Taktik versteht." Nun, ein bisschen was von Taktik verstehen wird Hamann sicherlich. Immerhin hat er unter anerkannten Trainer-Größen wie Ottmar Hitzfeld und Rafael Benitez gespielt. Und Teile seiner Kritik kann Lewandowski zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch gar nicht widerlegen: wie z.B. den Vorwurf, in den entscheidenden Spielen gegen die großen Kontrahenten in der ​Champions League regelmäßig abzutauchen. Schon in den nächsten Wochen, mit den Knaller-Partien gegen die Reds aus Liverpool, kann Lewandowski beweisen, dass Hamann mit seiner Kritik unrecht hatte.