​2007 konnte Timo Hildebrand mit dem ​VfB Stuttgart die deutsche Meisterschaft gewinnen. Danach hütete der Schlussmann zwar für einige andere Klubs den Kasten, dennoch hat er seine alte Liebe nie aus den Augen verloren. Die aktuell brenzlige Lage bei den Schwaben hat nach Ansicht des Ex-Profis mehrere Gründe.


So machte der 39-Jährige gegenüber der Bild keinen Hehl daraus, dass er mit dem Gesamteindruck seines Ex-Klubs alles andere als zufrieden sei. Mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, belegen die Kicker mit dem roten Brustring aktuell den Relegationsplatz und können auch spielerisch nur selten überzeugen. 


Jeder Spieler wisse daher längst, dass es nur um den Klassenerhalt gehe, so Hildebrand. Dabei lässt die Außendarstellung der Spieler nach Ansicht der ehemaligen Nummer Eins zu wünschen übrig.

Timo Hildebrand

Timo Hildebrand bestritt für den VfB insgesamt 294 Pflichtspiele 



"Als Zuschauer erwartet man deshalb eine Reaktion. Aber der VfB ist keine Gefahr für andere Mannschaften, er tut keinem anderen Team weh. Das ist erschreckend!", so das vernichtende Urteil des ehemaligen deutschen Nationalspielers. Doch die brenzlige Lage der Stuttgarter sei nicht alleine auf die Geschehnisse auf dem grünen Rasen zurückzuführen. So prangerte Hildebrand auch die Vorgänge im Vorstand des Traditionsvereins an. "Ich finde es generell ein schlechtes Zeichen für einen Verein, wenn der Trainer oft gewechselt oder das Management häufig ausgetauscht wird", legte der Ex-Keeper den Finger in die Wunde.


Auch dass mit ​Guido Buchwald ein verdienter Ex-Profi nach internen Querelen aus dem Aufsichtsrat zurücktrat, passe laut dem gebürtigen Wormser in das aktuelle Gesamtbild des VfB. Eine derart negative Außendarstellung sei schade und "nie gut". Dass die Stuttgarter den Ernst der Lage endlich erkannt haben, können sie bereits am Wochenende beim Gastspiel gegen Fortuna Düsseldorf unter Beweis stellen.