​​Bayer Leverkusen ist am Dienstagabend überraschend beim Zweitligisten ​1. FC Heidenheim aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Die Reservisten, die von Peter Bosz dabei eine Chance erhielten, enttäuschten maßlos.


Bayer Leverkusen hatte ganze 78 Prozent Ballbesitz und spielte über 500 Pässe mehr als die Heidenheimer, die sich wie erwartet hauptsächlich hinten einigelten. Doch die Werkself fand überhaupt keine Lösungen gegen das Defensivbollwerk und so liest sich eine andere Statistik schon ausgeglichener: Bayer gab lediglich drei Torschüsse mehr ab als die Gastgeber, die immer wieder erfolgreich konterten.


Problematisch war dabei vor allem die offensive Dreierreihe, in der Lucas Alario sowie der junge Paulinho in seinem erst dritten Startelf-Einsatz ihre Chance nicht nutzen konnten. Beide strahlen wenig Torgefahr aus und wurden nach 70 Minuten ausgewechselt, die eigentlichen Stammspieler Karim Bellarabi und Kevin Volland machten es dann aber auch nicht wesentlich besser. Auch Leon Bailey erwischte einen rabenschwarzen Tag.


In der Defensive durften Tin Jedvaj und Aleksandar Dragovic unter Peter Bosz ebenfalls erstmals von Beginn an auflaufen, doch auch sie zeigten nicht gerade eine überzeugende Vorstellung. Vor allem Dragovic war ein ständiger Unsicherheitsfaktor und sah beim Ausgleich durch Nikola Dovedan überhaupt nicht gut aus. 


Der zweite Anzug von Bayer Leverkusen passt also überhaupt nicht, was der Werkself durchaus noch Probleme bereiten kann, denn durch das Weiterkommen in der Europa League wird Bosz hin und wieder zur Rotation gezwungen sein. Am kommenden Freitag beim ​FSV Mainz wird aber sicher erstmal wieder die Stammelf zum Einsatz kommen - und versuchen wieder das Leverkusener Gesicht aus dem Bayern-Spiel zu zeigen.