​Borussia Dortmund und Werder Bremen lieferten sich am Dienstagabend einen wahren Pokalfight. Nach 120 Minuten und sechs Treffern fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen. Die Gäste aus Bremen zeigten sich vom Punkt nervenstark und zogen letztendlich nicht unverdient ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein.

"Es war ein dramatisches Spiel mit vielen Wendungen. Ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment machen", betonte Werder-Coach Florian Kohfeldt. "Wir haben es heute verdient. Wir hatten in letzter Zeit viele Spiele, wo wir am Ende nicht gewonnen haben, aber heute haben wir es endlich durchgezogen und es zu Ende gebracht." Seine Mannschaft erwischte einen Auftakt nach Maß und ging nach wenigen Minuten durch Milot Rashica (5.) in Führung.

In der Folgezeit stand Bremen sehr kompakt und ließ gegen spielbestimmende Hausherren nur wenig zu. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es Marco Reus, der in der Halbzeitpause ​angeschlagen ausgewechselt werden musste, vorbehalten, den Ausgleich zu erzielen. Mit einem herrlichen Freistoß traf der Nationalspieler zum 1:1.

In der zweiten Halbzeit spielte sich das Geschehen weitestgehend zwischen den Strafräumen ab. In der Schlussphase nahm die Partie noch einmal Fahrt auf. BVB-Schlussmann Eric Oelschlägel, der nach den Ausfällen von Roman Bürki und Marwin Hitz sein Profi-Debüt feierte, parierte einen abgefälschten Freistoß mit einer Glanzparade. Auf der Gegenseite landete ein Kopfball des Ex-Bremers Thomas Delaney auf dem Querbalken. Mit einem 1:1 ging es in die Verlängerung.

Christian Pulisic läutete mit seinem Treffer zum 2:1 (105.) eine packende Schlussphase ein. Der eingewechselte Claudio Pizarro traf zunächst mit einem sehenswerten Treffer zum 2:2 (108.). Wenige Minuten später brachte Achraf Hakimi den BVB wieder in Front (113.). Werder zeigte jedoch erneut eine tolle Moral und glich in der 119. Spielminute durch den ebenfalls eingewechselten Martin Harnik aus. Der Österreicher rettete seine Mannschaft damit ins Elfmeterschießen.

Auf Dortmunder Seite scheiterten Paco Alcacer und Maximilian Philipp an Werder-Schlussmann Jiri Pavlenka. Die Gäste hingegen zeigten sich nervenstark und verwandelten alle vier Elfmeter sicher. Den Schlusspunkt setzte Werder-Kapitän Max Kruse. "Es war klar, dass es schwer werden würde. Schade, dass wir nach dem 3:2 das 3:3 nicht verhindern konnten", sagte ​BVB-Coach Lucien Favre nach dem Abpfiff am ARD-Mikrofon.