​Die Zeit von ​James Rodríguez bei den ​Münchener Bayern ist bisher ein Wechselbad der Gefühle. Unter Heynckes noch ein Leistungsträger, ist der Kolumbianer bei Kovac meist nur Reservist. Wie es im Sommer weitergeht, ist nach wie vor offen - der Rekordmeister will ihn wohl nur unter einer Bedingung fest verpflichten. Sein Vater äußert sich nun zu seiner Situation und kritisiert den FC Bayern scharf.


Erst acht Startelf-Einsätze, davon nur einer über die volle Distanz. Für James läuft es in dieser Saison bei den Bayern nicht wirklich rund. Sein Vater spricht gegenüber der Sportbild nun vom Zustand seines Sohnes: „Ich erlebe ihn sehr still, einsilbig, nicht so glücklich“. Auch prangert er die nur sehr durchschnittliche Spielzeit von James an.


Die Situation sei unter den beiden Trainer-Vorgänger Carlo Ancelotti und Jupp Heynckes besser gewesen. Rodríguez betrachtet die gesamte Situation und seine Einsatzzeiten etwas nüchterner: „Das sind Entscheidungen des Trainers. Ich muss ruhig bleiben und stark trainieren. Und wenn ich spiele, muss ich es gut machen.“ Auch sei das Verhältnis zwischen ihm und Niko Kovac gut und professionell. 


Zieht Bayern die Kaufoption?

Für James sind die nächsten vier Monate allerdings sehr entscheidend. Im Sommer endet sein Leihgeschäft beim FCB nämlich und er würde sich erneut den Königlichen aus Madrid anschließen. Beim Rekordmeister würde er nur bleiben, wenn die Bayern die Kaufoption von etwa 42 Millionen Euro ziehen würden. Dies werde nach Sportbild-Infos nur geschehen, wenn James in München bleibt - und nicht, um ihn weiterzuverkaufen.

Sein Vater Wilson Rodríguez arbeitet derweil im Hintergrund anscheinend schon an einem Wechsel von James zu einem ganz anderen Klub. Für James würden viele Angebote vorliegen, eines auch von Juventus Turin, wo mit Cristiano Ronaldo ein ehemaliger Teamkollege spielt. „Sie sind sehr gute Freunde“, meint James Senior. Ein Wechsel im Sommer wäre für ihn realistisch.


„So, wie ich den italienischen Fußball im Moment sehe, wäre es eine gute Entscheidung.“ James geht nun also in entscheidende Wochen und Monate. Für einen Verbleib bei den Bayern spricht eigentlich seine enorme individuelle Klasse - diese müsste er aber regelmäßig zeigen, damit die Geschichte des Kolumbianers in München doch noch endgültig zur Liebesgeschichte wird. Und auch sein Vater wieder zufrieden ist. Warum nicht in der Champions League gegen Liverpool damit beginnen?