Ab heute Abend beginnen die Achtelfinalpartien im DFB-Pokal. Die Favoriten kristallisieren sich langsam heraus, dennoch sind noch genug Stolpersteine und ambitionierte Zweitligisten im Wettbewerb, die die großen Vereine selbstverständlich ärgern wollen. Wir bieten euch einen Ausblick auf die Runde der letzten 16.


Heidenheim - Leverkusen

Den Auftakt machen die Leverkusener beim 1. FC Heidenheim. Diese Partie dürfte nach dem 3:1-Heimerfolg gegen den FC Bayern alles andere als einfach werden für die Mannschaft von Trainer Peter Bosz. Nicht nur, dass man den Gegner aus Heidenheim keinesfalls unterschätzen darf, was nach einem Sieg gegen die Bayern schnell passiert, die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt ist auch richtig gut drauf. Aktuell stehen die Schwaben auf Tabellenplatz 6, punktgleich mit dem Vierten Union Berlin. Zudem hat der 1. FC Heidenheim seit sechs Spielen nicht mehr verloren, die letzte Niederlage gab es Ende November gegen Paderborn. Dagegen muss Bayer auf Kai Havertz und Lars Bender verzichten. Frank Schmidt kündigte bereits an, einen großen Pokalfight liefern zu wollen. Es wird also keinesfalls leicht für Leverkusen.

Stolpergefahr: 30%


HSV - Nürnberg

Im Volksparkstadion empfängt der ​Hamburger SV den ​1. FC Nürnberg. Es deutet sich ein Duell auf Augenhöhe an, denn die Franken sind in der aktuellen Verfassung keinesfalls Favorit. Der Liga-Unterschied dürfte beim Heimvorteil der Hanseaten zudem nur marginal sein. Allerdings haben auch die Hamburger aktuell ihre liebe Not, verlor man am Wochenende doch verdient mit 0:2 auf der Bielefelder Alm. Nürnberg hingegen wartet nun schon seit dem 6. Spieltag auf einen Ligasieg, wettbewerbsübergreifend war der knappe Einzug ins Achtelfinale des Pokals in Rostock der letzte Sieg der Clubberer – auch das war bereits Ende Oktober.

Stolpergefahr: 70 %


Duisburg - Paderborn

Ein klassisches Zweitliga-Duell gibt es im Stadion mit dem klangvollsten Namen, der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg. Dort treffen die Zebras auf den SC Paderborn. Die Favoritenrolle dürfte dabei wohl der SCP einnehmen, gewannen die Ostwestfalen am Wochenende doch mit 6:0 gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth und stellen einmal mehr unter Beweis, wie gut ihre Offensive ist. Doch auch die Meidericher konnten mit einem 3:2 einen kleinen Befreiungsschlag landen und zumindest den Kontakt zu Sandhausen auf dem Relegationsplatz und dem 1. FC Magdeburg auf Rang 15 halten. Mit dem Heimvorteil im Rücken könnte es vielleicht zum Einzug ins Viertelfinale reichen.

Stolpergefahr: 50%


Dortmund - Bremen

Das Highlight aber findet in Dortmund statt, wo der BVB auf Werder Bremen trifft. Die Schwarz-Gelben peilen dabei wie Selbstverständlich den Pokalsieg an, während die Bremer auf ihre Chance lauern werden. Mit dem 1:1 in Frankfurt gab es einen kleinen Dämpfer für die Mannschaft von Lucien Favre, die in den kommenden englischen Wochen zeigen muss, wie stabil sie bereits ist. Werder hingegen grämte sich nach dem zweiten Remis in Folge und dem späten Ausgleich in Nürnberg. Allerdings sind auch die Grün-Weißen seit drei Spielen ungeschlagen.

Stolpergefahr: 20%


Kiel - FCA

Am Mittwoch eröffnen Holstein Kiel und der FC Augsburg an der Ostsee die Pokalrunde. Doch der Bundesligist sollte gewarnt sein, denn die Störche sind alles andere als Laufkundschaft. Nur eines der letzten zehn Partien verloren die Kieler, am Wochenende gab es ein 2:0 gegen Jahn Regensburg. Überhaupt blieb der große Einbruch der Kieler in dieser Saison aus, nachdem der Trainer und einige Spieler den Verein wechselten. Stattdessen steht die KSV erneut im Aufstiegskampf und grüßt von Platz 5. Manuel Baum hingegen konnte mit dem 3:0 über Mainz endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern und zumindest etwas durchschnaufen. Ob das aber bereits reicht für einen selbstbewussten Auftritt, bleibt abzuwarten.

Stolpergefahr: 60%


Leipzig - Wolfsburg

Weiter geht es mit RB Leipzig gegen den VfL Wolfsburg. Ein Quotenrenner dürfte das Spiel eher nicht werden, dabei ist es das wohl interessanteste Duell der gesamten Runde, wenn der Bundesligavierte daheim den Bundesligasechsten empfängt. Während Leipzig aber nach wie vor auf der Suche nach der Stabilität in dieser Saison ist, konnten sich die Wölfe berappeln nach ihren letzten Jahren und kämpfen mal wieder ums internationale Geschäft. Aufgrund des Heimspielbonusses sind die Sachsen aber letztlich Favorit in diesem Duell, wo es am Ende um Nuancen gehen dürfte.

Stolpergefahr: 40%


Hertha - FC Bayern

Später am Abend empfängt die Berliner Hertha schließlich den Rekordmeister. Während die Mannschaft von Pal Dardai endlich mal ein Endspiel in der heimischen Schüssel erleben will, wollen sich die Bayern für die Niederlage in Leverkusen rehabilitieren. Doch es fällt auf, dass die Münchner in dieser Saison wohl nur eine gute Bundesliga-, aber eben keine Übermannschaft sind. Statt aus dem Remis des BVB Vorteil zu ziehen, waren die Schwarz-Gelben am Ende sogar der Gewinner des Spieltags. Die Hertha jedoch ist ebenfalls nicht auf der Höhe, nur ein Sieg aus den letzten acht Spielen ist keine sonderlich aufbauende Bilanz. Mut macht da eher die Bilanz der Hauptstädter gegen die Bayern. Aus den letzten drei Heimspielen gegen den Rekordmeister holte man einen Sieg und zwei Remis. Daher dürfte die Mannschaft von Niko Kovac gewarnt sein.

Stolpergefahr: 40%


Schalke - Fortuna

Den Abschluss bietet schließlich das Duell zwischen Schalke 04 und Fortuna Düsseldorf. Beide stehen punktgleich in der Tabelle da, doch stimmungstechnisch trennt beide Vereine Welten. Während die Schalker noch mit der Niederlage gegen Gladbach hadern, ist am Rhein alles eitel Sonnenschein. Nur eines der vergangenen acht Spiele verlor die Mannschaft von Friedhelm Funkel, Schalke dagegen sucht weiter die Konstanz und bekommt den Anschluss ans obere Mittelfeld nicht hin. Dennoch gehen die Königsblauen als Favorit in das Duell, wenn auch nur leicht, da die Fortuna relativ befreit aufspielen kann. Die Gelsenkirchener dagegen werden um Wiedergutmachung bemüht sein.

Stolpergefahr: 40%