Ab der kommenden Woche dürfen sich Fußballfans wieder auf die Europapokal-Wettbewerbe freuen. Die verbliebenen Teilnehmer, die die K.o.-Runde der Champions - oder Europa League erreicht haben, durften im Zuge dessen insgesamt drei Akteure nachnominieren, sollten einige Kaderspieler den Verein im Winter verlassen haben oder neue dazugekommen sein. ​Eintracht Frankfurt nutzte diese Gelegenheit, um zwei Neuzugänge in das Aufgebot zu berufen - ein dritter musste allerdings für einen Routinier Platz machen.


​Im 24 Mann großen Aufgebot der 'Adler' wurden wieder einige Plätze frei, nachdem Nicolai Müller, Chico Geraldes, Noel Knothe und Deji Beyreuther den Verein im Januar verließen. Im Gegenzug brachte Sport-Vorstand Fredi Bobic die Transfers von Sebastian Rode, Tuta, Martin Hinteregger und Almamy Touré unter Dach und Fach, doch nur zwei von ihnen werden in den kommenden Wochen auch auf europäischer Bühne auflaufen dürfen.


Wie die ​Frankfurter Rundschau berichtet, entschied sich Adi Hütter für Sebastian Rode, Martin Hinteregger und Timothy Chandler. Der 28-jährige Außenverteidiger, der in der Vergangenheit immer wieder an Knieproblemen litt, musste sich im Sommer einer Operation am Knorpel unterziehen und konnte seither kein Pflichtspiel absolvieren. 


Mittlerweile steht er wieder auf dem Trainingsplatz und freute sich im Interview auf der ​vereinseigenen Website über seine Nominierung für den Europa-League-Kader: "Ich weiß nicht, ob ich schon in der Ukraine [Eintracht Frankfurt trifft in der Zwischenrunde der Europa League auf Schachtar Donezk, Anm. d. Red.] zum Aufgebot zählen werde. Ich werde in jedem Training versuchen mich anzubieten, dann werden wir sehen, ob es für einen Einsatz reicht", so der ehemalige US-Amerikanische Nationalspieler. 

Timothy Chandler

Noch ohne Pflichtspiel, aber in jedem Fall auch in der Europa League wieder eine Option: Timothy Chandler



Damit geht Hütter unweigerlich ein Risiko ein, schließlich stünde mit Touré ein weiterer Kandidat für die rechte Abwehrseite bereit. Doch der junge Franzose zog den Kürzeren - im Gegensatz zu Rode und Hinteregger.


Dass Rode nachnominiert wurde, kommt kaum überraschend. Der zentrale Mittelfeldspieler zeigte gegen Borussia Dortmund eine starke Leistung, stand seit seiner Rückkehr in allen Partien in der Anfangsformation und erweitert die Möglichkeiten des Trainers, der nun mehr in der Zentrale rotieren kann.

Sebastian Rode

  Trotz geringer Spielpraxis ist Sebastian Rode zweifelsfrei einer der Schlüsselspieler der Rückrunde



Auch Hinteregger ist die sinnvollste Lösung für die Defensive. Der Österreicher ist erfahren und schließt zudem die Lücken des verletzten Kapitän David Abraham und Carlos Salcedo, der nach seinem Syndesmosebandriss vor der Gruppenphase nicht für den Kader berücksichtigt wurde. Damit kann Hütter auf vier Innenverteidiger zurückgreifen, Notlösungen oder Experimente fallen daher weg.