Klaus-Dieter Fischer ist seit Lebzeiten mit dem SV Werder Bremen verbunden. Der heutige Ehrenpräsident ist seit 1955 Vereinsmitglied und erlebte alle Höhen und Tiefen des vergangenen sowie aktuellen Jahrhunderts. Aufgrund dessen stellte er nun bei Bild seine ultimative Werder-Elf auf.


In der Geschichte des SV Werder finden sich einige große Torhüter wieder, doch Fischer entschied sich für Dragomir Ilic. Der serbisch-jugoslawische Schlussmann absolvierte in den 1950er bis Anfang der 1960er Jahren über 300 Pflichtspiele für den SVW, beendete 1964 im Alter von 39 Jahren allerdings seine Karriere. Fischer erinnert sich an Ilics "Fangkünste und katzenartige Beweglichkeit" zurück, weshalb dieser lange Zeit unentbehrlich war.


Fast schon Werder-typisch wählt Fischer ein 4-4-2 mit Horst-Dieter Höttges, Rune Bratseth, Per Röntved und Sepp Piontek in der Defensive. Zu ihrer Zeit standen Höttges und Piontek bereits von 1964 bis 1972 auf dem Platz, wobei Röntved nach Pioteks Karriereende verpflichtet wurde. Bratseth stammt aus einer späteren Generation: Der Norweger, den Fischer als "schnell, kopfballstark und fair" beschreibt, war von 1987 bis 1994 für die Bremer aktiv.

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  Einstiger Kreativgeist der Mannschaft: Johan Micoud


Jüngere und bekanntere Namen finden sich vor allem im Mittelfeld wieder, das für Fischer aus Arnold Schütz, Frank Baumann, Johan Micoud und Andreas Herzog besteht. ",Baumi’ steht für alle Spieler, die dem Spiel zwar keinen Glanz verleihen, aber durch Einsatz, Willen, Spielintelligenz und Unaufgeregtheit die eigentlichen Leader des Teams und daher für jeden Trainer unverzichtbar sind", lobt Fischer den heutigen Sportchef Baumann, während er Micoud als "genialen Strategen, Techniker und Spielmacher" in Erinnerung behalten hat. Während Schütz über 500 Pflichtspiele für Werder absolvierte, war Andreas Herzog in den Augen des 78-Jährigen einer der Schlüsselspieler für die Erfolge in den 1990er Jahren. 

Fussball: 1. BL 03/04

  Unvergessenes Duo: Ailton und Claudio Pizarro (v.l.)


Im Sturm entschied sich Fischer neben Kugelblitz Ailton für einen noch heute aktiven Spieler: Claudio Pizarro. "Er spielt und spielt und ein Ende ist – Gott sei Dank – nicht absehbar", so der Ehrenpräsident über den Peruaner, der den jungen Spielern zur Seite stehen soll. Das Duo stand von 1999 bis 2001 gemeinsam auf dem Platz, ehe der FC Bayern Pizarro verpflichtete. Unvergessen ist Ailtons letzte Saison im Bremer Dress, als der Brasilianer in der Bundesliga 28 Tore erzielte und die Mannschaft schlussendlich im Mai 2004 das Double feiern durfte.