Ivan Rakitic

From Zero To Hero: Diese 7 Bundesliga-Flops sind im Ausland durchgestartet

Das Fußballgeschäft ist hart. Die Spieler werden schon in jungen Jahren gemessen an ihrem Potenzial aussortiert oder in die erste Mannschaft übernommen, benötigen dann aber die nötige Geduld, um früher oder später den Durchbruch bei den Profis zu schaffen.


Manchen bleibt dieser bei ihren ersten Stationen verwehrt - andere wiederum entwickelten sich bereits woanders, konnten beim nächsten Verein allerdings weniger überzeugen. Auch in der Bundesliga tritt dieses Phänomen auf, weshalb wir im folgenden sieben Spieler präsentieren, die  sich keinen Namen in Deutschland machen können, mittlerweile jedoch im Ausland aufblühen.

1. Ivan Rakitic

Heute ist Ivan Rakitic Stammspieler und Titelsammler beim FC Barcelona, feierte in den vergangenen drei Spielzeiten drei Meisterschaften mit den Katalanen und gewann in seiner ersten Saison auf Anhieb das Triple.


Einige Jahre zuvor wechselte das einst beim FC Basel ausgebildete Talent zum FC Schalke, wo er von 2007 bis Januar 2011 über 130 Pflichtspiele absolvierte. Rakitic wurde für talentiert, aber nicht robust genug befunden, weshalb er von Felix Magath aussortiert und für gerade einmal 2,5 Millionen Euro an den FC Sevilla abgegeben wurde.


In Spanien gelang ihm plötzlich der Durchbruch, weshalb sein Marktwert derzeit stolze 65 Millionen Euro beträgt.

2. Gylfi Sigurdsson

Für 49,4 Millionen Euro wechselte Gylfi Sigurdsson im Sommer 2017 von Swansea City zum FC Everton. Der isländische Nationalspieler verbrachte einen Großteil seiner Karriere auf der Insel, machte jedoch auch einen Abstecher nach Deutschland und lief von 2010 bis 2012 für die TSG Hoffenheim auf.


Für die Kraichgauer absolvierte der offensive Mittelfeldspieler allerdings nur 39 Spiele. Es fehlte Sigurdsson schlichtweg an Konstanz, weshalb er nach einer Leihe zu Swansea City schlussendlich für zehn Millionen Euro an Tottenham Hotspur abgegeben wurde. 


Mittlerweile ist er einer der Schlüsselspieler der 'Toffees', die ihn keinesfalls wieder abgeben wollen.

3. Arkadiusz Milik

Im Januar 2013 verpflichtete Bayer Leverkusen Arkadiusz Milik für 2,6 Millionen Euro von Górnik Zabre. Der polnische Stürmer konnte sich gegen Stefan Kießling jedoch nicht durchsetzen, absolvierte nur acht Pflichtspiele und wurde beim FC Augsburg zwischengeparkt.


In der Bundesliga fand Milik nicht sein Glück, weshalb er nur zwei Jahre später zu Ajax Amsterdam wechselte. Dort machte er sich einen Namen als Torjäger, weshalb nur eine Saison später der SSC Neapel anklopfte. Bei den Sizilianern steht Milik noch heute unter Vertrag und steht aktuell bei 13 Toren in 25 Einsätzen.

4. Marko Arnautovic

Marko Arnautovic war ein spezieller, aber zugleich schwieriger Spieler in den Reihen des SV Werder Bremen. Der Österreicher zeigte immer wieder sein Potenzial, stellte sein Können allerdings nicht konstant genug unter Beweis und stellte trotzdem den Anspruch, zu den besten Spielern der Liga zu zählen.


In der Premier League ist er hingegen Leistungsträger. Für Stoke City absolvierte er vor seinem Wechsel vor anderthalb Jahren 145 Pflichtspiele, bei West Ham United kommt er seitdem auf 54 Einsätze. Zwar hegte Arnautovic kürzlich Pläne, nach China zu wechseln, doch stattdessen verlängerte er seinen Vertrag in London und bleibt dem Klub bis 2023 erhalten.

5. Luuk de Jong

Für die damalige Rekordsumme von zwölf Millionen Euro verpflichtete Borussia Mönchengladbach nach der herausragenden Saison 2011/12, die man überraschend auf dem vierten Platz beendete, Angreifer Luuk de Jong.


Der Niederländer passte allerdings überhaupt nicht in das System von Trainer Lucien Favre, weshalb sich der Rekord-Transfer zum absoluten Flop entwickeln sollte. Nach einer Leihe zu Newcastle United ging de Jong schlussendlich nach nur zwei Jahren zurück in seine niederländische Heimat und schloss sich der PSV Eindhoven an, für die er mittlerweile unersetzlich ist.


De Jong, der bereits vier Mal den Titel in der Eredivisie feiern durfte - drei Mal mit Eindhoven - steht nach 190 Einsätzen bei 102 Toren und erzielte in der laufenden Saison bis dato 22 Tore in 29 Partien.

6. Ciro Immobile

Als Robert Lewandowski im Sommer 2014 ablösefrei zum FC Bayern München wechselte, suchten die Verantwortlichen von Borussia Dortmund nach einem adäquaten Nachfolger für den polnischen Torjäger. Diesen hoffte man in Ciro Immobile gefunden zu haben, doch das einstige italienische Sturmtalent entwickelte sich nicht zum neuen Star des BVB.


Stattdessen kam er in 24 Bundesligaspielen nur auf drei Tore, weshalb bereits nach einem Jahr wieder Schluss war. Immobile wechselte erst zum FC Sevilla, wurde von dort aus allerdings in seine Heimat verliehen und landete schlussendlich im Sommer 2016 bei Lazio Rom. Für die Hauptstädter erzielte er bislang 81 Tore in 115 Einsätzen und gilt als unersetzlich.

7. Andrij Yarmolenko

Lange Jahre beobachtete Borussia Dortmund Andrij Yarmolenko, ehe der Flügelspieler im Sommer 2017 verpflichtete wurde, weil Ousmane Dembélé den Verein nach nur einem Jahr wieder verließ und sich zum FC Barcelona streikte.


Yarmolenko, dessen Transfer immerhin 25 Millionen Euro schwer war, erlebte einen guten Start, ging danach jedoch völlig unter. Letzten Endes wurde er nach nur einem Jahr und 26 Einsätzen wieder abgegeben, doch bei West Ham United fällt er nach einem guten Beginn mit zwei Toren in neun Partien aufgrund eines Achillessehnenrisses für den Rest der Saison aus.

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