​Mit einer Satzungsänderungen riskierte ​Hannover 96 um Präsident Martin Kind im vergangenen Jahr einen Lizenzentzug. Diesen hat der 74-Jährige nun durch eine Anpassung verhindern können. 


Im September 2018 hatte Hannover 96 Änderungen in der Satzung vorgenommen, die bezüglich der 50+1-Regelung nicht mit den Richtlinien der DFL vereinbar gewesen waren. Nachdem sich der Verein aber mit der GmbH verständigt hatte, wurde laut Sportbuzzer jetzt eine Einigung erzielt. Dafür änderte der ​Bundesligist erneut seine Satzung. 


Während aber 96-Präsident Kind darauf besteht, es sei "weiterentwickelt" und lediglich ein wenig "anders formuliert" worden, macht die DFL in ihrem Statement klar: "Die Neuformulierungen der Satzung sind mit den Vorgaben der 50+1-Regel vereinbar oder berühren diese nicht". Dabei seien "satzungswidrige Änderungen rückgängig gemacht" worden. Ob weiterentwickelt oder rückgängig gemacht, ist allerdings nebensächlich, solange der zuvor drohende Punkt- oder Lizenzabzug abgewendet ist. 


Der 74-jährige Kind, der seit über zwölf Jahren das Präsidentenamt in Hannover innehat, zeigte sich mit der Übereinkunft zufrieden: "Die zustimmungspflichtigen Ge­schäfte sind weiter klar festgelegt". Gemäß den Neuerungen muss der Aufsichtsrat der KGaA jetzt bei Entscheidungen der Geschäftsführung nur dann zustimmen, wenn diese über den lizensierten Haushalt hinausgehen. Vor der Satzungsänderung hatte jede Investition über 150.000 Euro einer Zustimmung bedurft.