​Weltmeister Jerome Boateng hatte beim ​FC Bayern München zuletzt einen schweren Stand. Seit dem Rückrundenstart ist der 30-Jährige in der Innenverteidigung hinter Niklas Süle und Mats Hummels nur noch dritte Wahl. Eine Rolle, mit welcher sich der Defensivspieler keinesfalls zufriedengeben will. 


Ein Kurzeinsatz gegen die ​TSG 1899 Hoffenheim - mehr sprang für Boateng in diesem Jahr bislang nicht heraus. Cheftrainer Niko Kovac legte sich vor dem Start der Rückrunde auf das Duo Süle/Hummels fest. Der gebürtige Berliner hat seither das Nachsehen. "Ich stand nicht in der Startelf - das ist nicht mein Anspruch", erklärte Boateng in der Sendung 100% Bundesliga – Fußball bei NITRO.

"Fußball ist auch nicht immer fair, aber da muss man sich rauskämpfen", betonte der Weltmeister von 2014. "Ich bin schon aus ganz anderen Situationen stärker rausgegangen." Eine Bewährungschance könnte Boateng im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen seinen Ex-Verein erhalten. Am Mittwochabend ist der ​deutsche Rekordmeister bei Hertha BSC zu Gast. Der Innenverteidiger lief fünf Jahre lang für die Alte Dame auf und schaffte beim Hauptstadtklub den Sprung in den Profikader. 


"Brauchen zwei Weltklasse-Leistungen"


Boateng äußerte sich im Interview auch zum Champions-League-Achtelfinale ​gegen den FC Liverpool. "Der Vorteil ist sicherlich, dass wir zuerst auswärts spielen, aber gegen einen unheimlich schweren Gegner. Gerade zu Hause sind sie sehr stark - auswärts aber auch", sagte der 30-Jährige. "Da brauchen wir zwei Weltklasse-Leistungen." Vor der Arbeit von ​Cheftrainer Jürgen Klopp müsse man den Hut ziehen. "Die Mannschaft hat sich toll entwickelt. Man merkt auch, es ist eine richtige Mannschaft, die stehen zusammen", betonte Boateng.