​Der ​FC St. Pauli feierte am Montagabend im Zweitliga-Topspiel gegen den ​1. FC Union Berlin einen Last-Minute-Sieg. Zum Matchwinner avancierte Doppelpacker Alexander Meier, der wenige Augenblicke vor dem Abpfiff per Elfmeter zum 3:2-Endstand traf. Im Netz wurde der "Fußballgott" anschließend gefeiert.


"Tore sprechen immer für sich. Er hat für die Mannschaft gekämpft und sich total eingefügt. Das war absolut klasse", lobte Cheftrainer Markus Kauczinski den Angreifer. Meier, der seit vergangenem Sommer vereinslos war, kehrte Anfang ​Januar zum FC St. Pauli zurück. Der 36-Jährige trug bereits zwei Jahre lang (2001 - 2003) das Trikot der Kiezkicker. Am Montagabend feierte der Rückkehrer sein Startelf-Debüt. 

Nach gut einer Stunde war Meier bei einem Eckball zur Stelle und traf per Kopf zum 2:0. Sami Allagui hatte die Kauczinski-Elf Mitte der ersten Halbzeit in Führung gebracht. In einer packenden Schlussphase glich Union Berlin zunächst durch die Treffer von Grischa Prömel (84.) und Suleiman Abdullahi (86.) aus. In der dritten Minute der Nachspielzeit wurde der eingewechselte Christopher Buchtmann im Strafraum zu Fall gebracht. Meier übernahm die Verantwortung und verwandelte den Elfmeter souverän ins rechte Eck.

"Normalerweise ist Marvin Knoll unser Schütze", erklärte Kauczinski nach der Partie. "Die Jungs haben das dann selber entschieden, weil Knolli Krämpfe hatte und sich nicht gut gefühlt hat. Dass Alex schießen kann, weiß man", so der 48-jährige Übungsleiter. St. Pauli kletterte dank des Heimerfolgs auf Rang zwei.