​Der von ​Paris Saint-Germain an​ Eintracht Frankfurt ausgeliehene Torhüter Kevin Trapp hofft auf einen dauerhaften Verbleib, die Chancen dafür liegen nach jetzigem Stand aber wohl nicht sehr gut.


2015 wechselte der heute 28-jährige Torhüter für rund neun Millionen Euro vom Main an die Seine. Seitdem ist sein Marktwert, aber auch sein Gehalt gestiegen. Die Hingabe zur Eintracht blieb jedoch unverändert. Im Sommer 2018 dann die Überraschung, Trapp kehrt nach Frankfurt zurück, allerdings zunächst nur auf Leihbasis. Nun rückt das Ende der Leihe immer näher, doch die Zukunft von Trapp ist ungewiss. Frankfurt möchte ihn weiterhin an den Verein binden und auch Trapp scheint daran interessiert zu sein. Er selbst lobt die Mentalität der Mannschaft und erkennt auch eine positive Entwicklung. Bekräftigt werden Aussagen wie diese noch durch die Gehaltseinbußen, die er bereits in Kauf genommen hat, um für die Eintracht aufzulaufen.

Bei all den aufkommenden nostalgischen Gefühlen scheint Paris Saint-Geramin die Rolle des Antagonisten in dieser Geschichte einzunehmen. Denn die geforderte Transfersumme für Trapp ist letztlich ungewiss. Und um ihn weiterhin ein Jahr an Frankfurt zu verleihen, müsste er seinen 2020 auslaufenden Vertrag um mindestes ein Jahr bei Paris verlängern, was jedoch unrealistisch scheint.


Auch ob er selbst bereit wäre, länger auf mehr Gehalt zu verzichten ist nicht sicher. Und als ob es nicht schon genug ungewisse Faktoren gibt, scheint die letztendliche Ligaposition Einfluss auf einen Verbleib zu nehmen. Denn Fakt ist auch, Kevin Trapp ist Nationaltorhüter und hat Ambitionen auch in den europäischen Wettbewerben agieren zu wollen. Mit aktuell Platz fünf scheint die Eintracht diese Vorgabe auch erreichen zu können, wodurch eine mögliche Verhandlungsposition gestärkt werden würde. Doch die Medaille hat bekanntlich zwei Seiten, weswegen Trapp durch starke Leistungen nicht nur bei der Eintracht hoch im Kurs steht, sondern vielleicht auch bei anderen zahlungskräftigeren Vereinen.


Die Causa Kevin Trapp wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst. Zwar scheint ein Wechsel tendenziell möglich, aber zugleich auch unwahrscheinlich. Aktuell jedenfalls, das sagt auch Trapp, muss er im Sommer vorerst nach Paris zurück.