​Am Sonntagabend trennten sich der VfB Stuttgart und der ​SC Freiburg in einem packenden Süd-Derby 1:1-Unentschieden. Den Gästen gelang dabei ein später Ausgleichstreffer. In einem jetzt schon legendären Interview ließ Gäste-Coach Christian Streich nach der Partie durchblicken, dass er mit einer Entscheidung des Referees nicht zufrieden war. Zudem machen sich die Breigauer Sorgen um ihren verletzen Verteidiger Manuel Gulde.


Vor allem die Verantwortlichen des VfB ließen nach der Partie an Referee Deniz Aytekin kaum ein gutes Haar. So zeigten die Schwaben nur wenig Verständnis für die gelb-rote Karte gegen ihren Mittelstürmer ​Mario Gomez. Aber auch der Cheftrainer der Gäste, hätte sich bei einer Szene wohl eine andere Regelauslegung gewünscht. So monierte der 53-Jährige in einem Interview mit Sky, dass neben dem zweifelhaften Platzverweis gegen Gomez auch "eine andere Sache stattgefunden" habe.

Christian Streich

Christian Streich war mit einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden


Doch selbst auf mehrfache Nachfrage des Sky-Reporters Marcus Lindemann, wollte der erfahrene Fußballlehrer nicht konkret werden und betonte immer wieder, dass er "nix sagen" wolle. Nach langem Hin und Her kristallisierte sich dennoch heraus, dass der Coach des Sportclubs auf eine Szene in der 57. Spielminute anspielte, bei der sich VfB-Verteidiger ​Benjamin Pavard nach einer Eckballentscheidung auf ein Wortgefecht mit seinem Gegenspieler Keven Schlotterbeck eingelassen hatte und den Youngster am Ende unnötigerweise umschubste. Aytekin ahndete das Vergehen mit der gelben Karte. Streich hätte wohl lieber einen Platzverweis gesehen.


Zuvor hatte der Sky-Reporter mehrfach erklärt, dass er sich nicht sicher sei, welche Szene bei Streich ein Unbehagen ausgelöst hatte. Als endlich klar wurde, welche Aktion den Trainer zur Weißglut gebracht hatte, wollte er das Thema dennoch nicht weiter vertiefen. "Ja… haben Sie es gesehen oder nicht? Sie haben gesagt, Sie haben es nicht gesehen. Ich sag' nichts mehr dazu, alles okay", so Streich. 

Deniz Aytekin

Referee Deniz Aytekin stand wiederholt im Fokus


Wenig Raum für Interpretationen ließ der gewiefte Taktiker nach der Partie jedoch bei seiner Einschätzung zum Zustand von Manuel Gulde aufkommen. Der Abwehrspieler war in der 38. Spielminute mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt worden. Dabei zog sich der 27-Jährige laut Streich einen "heftigen Muskelfaserriss im Oberschenkel" zu und werde "länger ausfallen". Neben dem Deutschen hatte sich auch Christian Günter verletzt und sich eine Fleischwunde am Schienbein eingehandelt.