Kurz vor Ende des Transferfensters konnte Borussia Dortmund mit Jeremy Toljan einen weiteren Ladenhüter abgeben. Der Rechtsverteidiger wechselt bis zum Saisonende zu Celtic Glasgow und hat dafür einige finanzielle Abstriche gemacht, wie Trainer Brendan Rodgers erklärte. 


Anderthalb Jahre verbrachte Jeremy Toljan nach seinem Wechsel von der TSG Hoffenheim beim BVB, allerdings verlief diese Zeit erfolglos. In 23 Pflichtspielen konnte er kaum überzeugen, weshalb er von Trainer Lucien Favre vor der Saison aussortiert wurde.


Zunächst wollte sich Toljan noch einmal beweisen, doch nun wechselte er auf Leihbasis zu Celtic Glasgow. "Ich denke, Celtics Stil liegt mir. Sie spielen offensiven Fußball und schießen viele Tore, also könnte es gut passen. Ich bin hierhergekommen, weil ich Spielpraxis will", sagte der 24-Jährige laut Times über den schottischen Klassenprimus. 


Für Trainer Brendan Rodgers ging mit der Verpflichtung des Außenverteidigers ein Wunsch in Erfüllung: "Wir haben ihn eine Weile verfolgt, konnten ihn aber nicht verpflichten. Er ist einer, den wir gekannt haben, von dem wir aber nie gedacht hätten, dass wir ihn bekommen könnten." So zeichne sich Toljan durch seine Geschwindigkeit und Dynamik aus, zudem verleihe er dem Trainer aufgrund seiner Variabilität neue Möglichkeiten.

Brendan Rodgers

  In doppelter Hinsicht von Jeremy Toljan beeindruckt: Brendan Rodgers



Wie das Blatt weiterhin berichtet, zahle Borussia Dortmund weiterhin einen Teil des Gehalts. Interessanter ist allerdings, dass Toljan offenbar einige Abstriche bei seinem monatlichen Verdienst machte, um den Sprung nach Glasgow wagen zu können. So erklärte Rodgers gegenüber dem vereinseigenen Online-Sender CelticTV (via Celtsarehere): "Er ist ein Spieler, der seinen eigenen Lohn opfert, um hierherzukommen und zu spielen. Das ist ein Zeichen, dass er hungrig ist und in seiner Karriere wieder auf den richtigen Weg will."


In den Augen des 46-Jährigen sei dies ein besonderes Zeichen: "Das sagt alles für mich aus." Toljan habe erkannt, dass Celtic "ein großer Verein" sei, der ihm nun die Gelegenheit bieten wolle, die nötige Spielpraxis zu sammeln. Nach Daniel Arzani, Timothy Weah, Filip Benkovic und Oliver Burke ist der einstige U-21 Nationalspieler bereits der fünfte Leihspieler des schottischen Serienmeisters.