​Der ​1. FC Köln musste am Donnerstag in der zweiten Liga eine bittere 0:2-Auswärtsniederlage gegen den ​FC Union Berlin hinnehmen. Obwohl die Mannschaft von Trainer Markus Anfang in Sachen sofortiger Wiederaufstieg dennoch im Soll ist, platzte bei Geschäftsführer Armin Veh nach der Partie die Hutschnur. Insbesondere der Umgang mit seinem Angreifer ​Jhon Cordoba brachte den Funktionär dabei auf die Palme.


Am 18. Spieltag hatte der Effzeh zu Hause bereits gegen den VfL Bochum gepatzt. Die Nerven sind bei dem Aufstiegsaspiranten nach der erneuten Niederlage daher mächtig angekratzt. Laut dem Express hat der einstige Meistertrainer mit dem VfB Stuttgart daher nach der Schlappe gegen den Hauptstadtklub in Schiedsrichter Tobias Welz einen Sündenbock ausgemacht. Dabei beklagte der erfahrene Fußballfachmann vor allem den fehlenden Schutz für einen seiner Angreifer.

Tobias Welz

Tobias Welz hatte alle Hände voll zu tun


"Was mich extrem ärgert, ist, was sie mit Jhon Cordoba gemacht haben. Ständige Foulspiele und nicht einmal wurden sie geahndet. Das war eine Frechheit", so der sichtlich aufgebrachte Funktionär. Dabei erklärte der Kaderplaner des Effzeh, dass er sich eine klarere Linie und ein früheres Eingreifen des Unparteiischen gewünscht hätte. Dabei war sich Veh sicher, dass die Berliner Verteidigung um Florian Hübner nur mit unlauteren Methoden den Erfolg erringen konnte. "Vielleicht haben sie zu viel Handball geschaut, ich weiß es nicht. Ich bin ja auch normalerweise für laufen lassen – aber er wurde jedes Mal festgehalten oder Schlimmeres", so der aufgebrachte Funktionär.


Darüberhinaus monierte Veh, dass seiner Ansicht nach extraordinäre Zeitspiel der Gastgeber. "Die haben bei jeder Gelegenheit gelegen und sich behandeln lassen. Normalerweise musst du 50 Minuten nachspielen lassen und dann gibt der vier Minuten", so der gebürtige Augsburger. Dabei räumte der 58-Jährige zwar auch ein, dass seine Mannschaft in diesem Spiel wohl ohnehin kein Tor erzielt hätte, dennoch ging es ihm am Ende des Tages ums Prinzip.