​Hannover 96 hat in den vergangenen Wochen kein gutes Bild abgegeben. Nicht nur, dass der letzte Sieg Mitte November gelang, auch die Posse um Ex-Trainer Andre Breitenreiter veränderte den Eindruck nicht gerade zum Positiven. Matthias Sammer wurde bei Eurosport deutlich gegenüber den Niedersachsen.


Gerade mal 11 Punkte und 18 Tore hat Hannover 96 in den ersten 19 Spieltagen der Saison 2918/19 zustande gebracht. Das kostete am Ende Andre Breitenreiter den Job und Manager Horst Heldt und Präsident Martin Kind beinahe das Gesicht. In der Causa um den Ex-Trainer zeigte sich der gesamte Klub nicht wirklich erstligareif, was auch Matthias Sammer indirekt bei Eurosport erklärte.


„Kind, Rossmann, Schröder - alles honorige Leute. Es gibt nur ein Problem: Der Fußball funktioniert anders als Wirtschaftsunternehmen und Politik“, so der TV-Experte. Dirk Rossmann, Besitzer der großen Drogeriekette, ist neben Hörgeräte-Mogul Martin Kind Gesellschafter, Ex-Bundeskanzler Gehard Schröder ist Aufsichtsratsboss der 96er. „Ich sehe dort – trotz Horst Heldt, den ich sehr schätze - möglicherweise etwas zu wenig Kompetenz.“


Wie weit es mit der Kompetenz von Horst Heldt, der ebenfalls immer mehr in die Kritik gerät, bestellt ist, zeigte sich am Deadline Day. So schien bereits ​alles klar mit dem Dortmunder Shinji Kagawa, auf der Zielgeraden entschied sich der Japaner aber gegen die 96er und unterschrieb einen Leihvertrag in Istanbul bei Besiktas.


Auch das wirft kein gutes Licht auf die Kompetenzen des nach Sammers Vorstellung letzten Mann mit eben jenen Fähigkeiten. Immerhin wurden mit Jonathas und Nicolai Müller neue Kräfte für den Klassenerhalt an die Leine geholt, für mehr Qualität in der Hintermannschaft wurde Kevin Akpoguma aus Hoffenheim ausgeliehen. Wie viel diese Bemühungen am Ende gebracht haben, wird man in wenigen Monaten sehen können.