​​Pablo Maffeo ist ein Sinnbild für den bisherigen Saisonverlauf beim ​VfB Stuttgart. Im vergangen Sommer mit jeder Menge Vorschusslorbeeren verpflichtet, konnte der Rechtsverteidiger sein großes Potenzial bislang kaum andeuten. Die Schwaben erwogen daher bereits in diesem Winter den Spanier auf Leihbasis wieder abzugeben. Da daraus allem Anschein nach nichts wurde, sprang Sportvorstand ​Michael Reschke seinem Schützling nun zur Seite.


Satte neun Millionen Euro legten die Stuttgarter vor der Saison für das vielversprechende Talent von Manchester City auf den Tisch. Dabei galt der 21-Jährige als Hoffnungsträger für die rechte Defensivseite und sollte den in die Jahre gekommenen Routinier Andreas Beck auf die Ersatzbank verdrängen. Schnell wurde jedoch klar, dass der Spanier doch arge Probleme hatte, sich an das Niveau in der Bundesliga zu gewöhnen. In der Hinrunde kam der Youngster so insgesamt auf nur acht Ligaeinsätze.

Pablo Maffeo

Pablo Maffeo hat beim VfB bislang einen schweren Stand


Auch nach dem Trainerwechel beim VfB startete der Defensivspieler, auch aufgrund von zwischenzeitlichen Sprunggelenksproblemen, nicht durch. Ein Grund dafür war auch die fehlende Disziplin des Abwehrspielers. So machte Coach Markus Weinzierl wiederholt keinen großen Hehl daraus, dass er mit der Einstellung des Sommer-Neuzugangs oftmals nicht zufrieden sei. Um dem Rechtsfuß in der zweiten Saisonhälfte mehr Einsatzzeiten zu ermögliche, planten die Verantwortlichen des Traditionsvereins daher im Januar eine Leihe des sensiblen Profis.


Da die Angebote der beiden spanischen Klubs Espanyol Barcelona und FC Sevilla dem Vernehmen nach zu gering ausfielen, geht man bei den Schwaben mittlerweile jedoch wieder von einem Verbleib des vierfachen spanischen U21-Nationalspielers aus. Gegenüber der BILD versuchte Sportvorstand Michael Rescke daher nun, die Vorzüge des geplatzten Deals herauszustellen. "Pablo ist heftig abgestraft worden. Jetzt bekommt er von allen Beteiligten die Chance für einen Neustart. Diese Chance hat er auch verdient", so der 61-Jährige. Der erfahrene Kaderplaner hofft dabei auf eine positive Reaktion der Außenverteidigers.

Michael Reschke

Sportvorstand Michael Reschke versucht positiv zu bleiben


Zuvor hatte der Funktionär gegenüber Sky 90 bereits eine Einschätzung zu dem launischen Iberer abgegeben. "Das Potenzial ist da, die Flausen im Kopf auch. Wir haben den Jungen für fünf Jahre unter Vertrag genommen. Das erste halbe Jahr war für uns unbefriedigend", so Reschke. Bleibt abzuwarten, ob Maffeo in den kommenden Wochen auch seinen Trainer endlich zu überzeugen vermag.