Fast täglich grüßt das Murmeltier im Fall Anthony Modeste. Der Angreifer hat noch immer keine Spielberechtigung für die zweite Bundesliga und darf dementsprechend nach seiner Rückkehr zum 1. FC Köln noch immer nicht für den FC auflaufen. Noch immer warten die Beteiligten aller Parteien auf eine Rückmeldung der FIFA bezüglich des Verfahrens zwischen Modeste und Tianjin Quanjian, nachdem der Franzose vor wenigen Monaten seinen Vertrag beim chinesischen Erstligisten aufkündigte. Trotz allem beantragen die Verantwortlichen am heutigen Dienstag eine Spielberechtigung für Modeste, wie auf der vereinseigenen Website vermeldet wurde. 


Eigentlich, erklärte vor kurzem Vereinspräsident Toni Schumacher, ​könnte die Rückkehr von Anthony Modeste ins Wasser fallen. Die FIFA, die Modestes Kündigung bei Ex-Klub Tianjin Quanjian, der mittlerweile unter dem Namen Tianjin Tianhai aufläuft, zunächst als nicht rechtmäßig einstufte, lässt noch immer auf ein endgültiges Resultat der laufenden Untersuchungen warten.


Sollte das Urteil bis zum 31. Januar nicht gefällt werden, würde dies bedeuten, dass er erst ab Sommer für die Domstädter auf Torejagd gehen könne. Nach Meldungen über vermeintliche Ablösezahlungen für den Angreifer, ​laut denen die Verantwortlichen in Tianjin etwa zehn Millionen Euro verlangen sollen, verkündeten die Kölner vor dem Rückrundenauftakt der zweiten Bundesliga, eine Spielgenehmigung für den 30-Jährigen zu beantragen.

Diese Entscheidung habe man laut Alexander Wehrle "nach vielen Gesprächen in China und auf Grundlage zahlreicher interessanter Informationen" getroffen. Der Geschäftsführer erklärte weiter: "Wir hoffen, dass die zuständigen Verbände die Spielberechtigung zeitnah erteilen und freuen uns darauf, Anthony wieder im Trikot des FC spielen zu sehen."


Wie es in der Stellungnahme heißt, verlaufe die Beantragung "unabhängig vom Verfahren zwischen Anthony Modeste und seinem ehemaligen Verein Tianjin Tianhai (ehemals Tianjin Quanjian). [...] Die Frage der Spielgenehmigung ist nicht an das Verfahren zwischen Anthony Modeste und seinem ehemaligen Verein gebunden, an dem der 1. FC Köln nicht beteiligt ist.


So würden "weder das FIFA-Urteil vom Dezember 2018 noch dessen Begründung" bestreiten, dass Modeste nach der Kündigung bei Tianjin als "vertragsfreier Spieler" gelte. Den Antrag stellt der FC zwei Tage vor dem Ende des Winter-Transferfensters, wodurch sich die Verantwortlichen eine rasche Antwort erhoffen.


Diese wünscht sich auch der Stürmer selbst, der sich dem Verein gegenüber "dankbar für all die Mühe, die er investiert hat, um mich zu unterstützen" zeigt. "Sobald es möglich ist, möchte ich der Mannschaft helfen – und dem FC und seinen Fans mit Leistung und Toren etwas zurückgeben", verkündete der 30-Jährige.