​Der ​FC Bayern München wird nach Alphonso Davies voraussichtlich keinen weiteren Winter-Neuzugang verpflichten. Ein Wechsel von ​Chelsea-Talent Callum Hudson-Odoi im Januar ​ist endgültig vom Tisch. Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat mit seinem öffentlichen Werben um den 18-jährigen Offensivspieler wohl auch einen Teil dazu beigetragen, dass die Blues ihrem Eigengewächs die Freigabe verweigert haben. 


Seit einigen Wochen wird Hudson-Odoi mit dem deutschen Rekordmeister in Verbindung gebracht. Salihamidzic machte keinen Hehl daraus, dass er den englischen U19-Nationalspieler unbedingt verpflichten will. "Wir sind von seinen Fähigkeiten voll und ganz überzeugt", erklärte der Sportdirektor Mitte Januar gegenüber der Sport Bild. Das öffentliche Werben um Hudson-Odoi bezeichnete Chelsea-Coach ​Maurizio Sarri als "respektlos".


"Ich denke, es ist unprofessionell, denn sie reden die ganze Zeit über einen Spieler, der einen Vertrag beim FC Chelsea hat. Also respektieren sie unseren Klub nicht", betonte der italienische Übungsleiter auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Newcastle United. Neben Sarri waren offenbar auch die Verantwortlichen von den Abwerbungsversuchen der Bayern alles andere als begeistert. 

Callum Hudson-Odoi

Bleibt dem FC Chelsea vorerst erhalten: Callum Hudson-Odoi


Die Wechsel-Posse um Hudson-Odoi, der angeblich ​um seine Freigabe gebeten hatte, sorgte an der Stamford Bridge für reichlich Unruhe. Für die Blues war dies laut dem Telegraph auch ein Grund dafür, dem 18-Jährigen die Freigabe zu verweigern. 


Wie der kicker berichtet, hat Sarri mittlerweile bestätigt, dass der englische U19-Nationalspieler den Verein nicht verlassen wird. Ein Abgang im kommenden Sommer ist laut dem 60-Jährigen ebenfalls unwahrscheinlich.


Salihamidzic wird dennoch nichts unversucht lassen, um den Youngster nach der Saison zu verpflichten. Der ehemalige Bayern-Profi sollte seine Transferpläne zukünftig aus der Öffentlichkeit heraushalten. Damit würde der 42-Jährige bei anderen Klubs für deutlich weniger Unmut sorgen und hätte wohl auch bessere Erfolgschancen.