Der ​1. FC Nürnberg taumelt auch in der Rückrunde bislang von einer Verlegenheit in die nächste und hat mit elf Punkten noch immer die rote Laterne inne. Geht es nach der Vereinslegende ​Raphael Schäfer, sollten die Klubverantwortlichen daher dringend über einen neuen Trainer nachdenken und sich vom Aufstiegscoach ​Michael Köllner trennen.


​Der 49-jährige Fußballlehrer hatte den Club im März 2017 übernommen und konnte die Franken endlich wieder in die Bundesliga führen. Dabei arbeitete er auch kurz mit Schäfer zusammen, der Routinier beendete jedoch nur wenig später seine aktive Karriere. Einen positiven Eindruck hat der Schlussmann in der kurzen Zusammenarbeit allem Anschein nach nicht gewonnen, schließlich schießt der ehemalige Kapitän bereits seit Wochen immer wieder gegen den aktuell erfolgslosen Übungsleiter.

Michael Koellner

Michael Köllner und sein Team warten seit nunmehr 13 Spielen auf einen Sieg


In der Sendung 'Blickpunkt Sport' vom Bayrischen Rundfunk startete der 39-Jährige nun seine nächste Attacke und beschrieb die Vorteile eines Trainerwechsels. "Wenn ein neuer Trainer kommt, verändern sich die Abläufe, es kommt was Neues rein in die Kabine, vielleicht auch eine andere Ansprache. Womöglich steigern sich die Chancen auf den Klassenerhalt dann zwar nur um zehn Prozent, aber es sind dann immerhin noch zehn Prozent", so der Deutsche. Mit einem neuen Trainer könne man zudem einen echten Neuanfang starten und "der Mannschaft eine neue Struktur geben".


Bereits in der Vergangenheit hatte Schäfer kein Blatt vor den Mund genommen. Köllner zeigte sich indes enttäuscht. Laut der BILD erklärte er, dass er es bevorzuge, solche Dinge persönlich zu klären und nicht über die Medien. Schäfer ist sich jedoch weiterhin keiner Schuld bewusst und unterstrich auf BILD-Nachfrage, dass er nie schweigen werde, wenn er "Fehlentwicklungen erkenne und um meine Meinung gefragt werde".

Raphael Schaefer

Raphael Schäfer bestritt für die Nürnberger 389 Pflichtspiele 


Dass der ehemalige Stammtorhüter durch seine klare Positionierung lediglich seinen angeblichen Einstieg als Nachfolger von Sportvorstand Andreas Bornemann einleite, dementierte der Ex-Keeper vehement und beteuerte, dass er kein Amt beim FCN anstrebe. 


Große Hoffnungen auf den Klassenerhalt macht sich der Ex-Profi beim Ausbleiben eines Trainerwechsels nicht, schließlich stünden gerade bei den Heimspielen in der Rückrunde noch einige dicke Brocken an. "Noch alle großen Teams kommen zu uns. Wie sollen wir da noch die notwendigen Siege einfahren?!", so die besorgte Vereinsikone.