​Mitte November 2018 kehrte Anthony Modeste völlig überraschend zu seinem Ex-Klub ​1. FC Köln zurück. Zuvor ging der Franzose in China auf Torejagd. Aufgrund eines Rechtsstreits mit Tianjin Quanjian wartet der Angreifer nun jedoch bereits seit Monaten auf seine Spielberechtigung. Nachdem der Stürmer sich bislang nicht zu der verzwickten Lage geäußert hatte, gab der Offensivmann nun auf Instagram ein emotionales Statement ab. 


Der vermeintliche Transfercoup der Kölner entpuppte sich nur kurz nach der Ankunft des Goalgetters als eine kräftezehrende, juristische Hängepartie. So verwehrte die FIFA dem Neuzugang eine Spielerlaubnis, weil er bei seinem Ex-Klub ohne triftigen Grund und trotz eines laufenden Vertrages gekündigt habe. Der Spieler selbst, sowie auch der Effzeh, vertreten jedoch eine andere Ansicht und da die FIFA noch keine konkrete Urteilsbegründung vorlegte, muss sich der Mittelstürmer bereits seit Monaten in Geduld üben.

Anthony Modeste

Anthony Modeste darf derzeit nur im Training der Kölner Gas geben



Um die Wogen endlich zu glätten und eine für alle Seiten akzeptable Lösung zu finden, weilt Kölns Finanzchef ​Alexander Wehrle derzeit sogar persönlich im Land der Mitte. Dennoch sollen die Chinesen weiterhin auf ihr vermeintliches Recht pochen und fordern von ihrem Ex-Spieler eine saftige Entschädigung. Auf den sozialen Medien konnte Modeste nun seine Gefühle nicht mehr zurückhalten und wendete sich in einem langen Text auch an die Fans des Effzeh. "Ich bin Fußballspieler. Meine Leidenschaft, mein Beruf ist der Fußball. In den nächsten sechs Monaten nicht auf dem Platz stehen zu können, ist unvorstellbar", so der ehemalige französische U21-Nationalspieler.


Darüberhinaus beklagte der Routinier die Berichterstattung über seinen Fall und sprach von "falschen Informationen" seitens der Presse. Auch von der erneuten Forderung seines Ex-Klubs wolle sich der 1,87-Meter-Schlaks jedoch keineswegs unterkriegen lassen. "Ich werde kämpfen und meine Rechte geltend machen, denn ich habe meine Verpflichtungen diesem Verein gegenüber immer respektiert, ohne Ausnahme", so die kämpferischen Worte des Offensivspielers. Dabei schrecke er auch vor einem Gang zum internationalen Sportgerichtshof CAS nicht zurück, schließlich habe er seinen Vertrag mit dem chinesischen Klub "aus ganz klaren Gründen" gekündigt.

Anthony Modeste

Eigentlich war Modeste als Verstärkung im Aufstiegsrennen angedacht



Für die Kölner läuft indes langsam die Zeit davon. So haben die Verantwortlichen des ambitionierten Zweitligisten nur noch bis Ende Januar und dem damit verbundenen Transferschluss Zeit, um den Transfer doch noch rechtskräftig über die Bühne zu bringen. Gelingt dies nicht und legt auch der CAS kein Veto ein, dürfte Modeste auch bis zum Saisonende nicht zum Einsatz kommen.