James Rodriguez

Ausblick auf den Sommer: Welche Leihspieler bleiben ihren Vereinen erhalten?

Transfers werden immer kostspieliger. Speziell den großen Vereinen wird heutzutage immer mehr Geld in die Kassen gespült, doch auch Mittelklasse-Klubs der Premier League erhalten dank der TV-Gelder genügend Einnahmen, um viel Geld in neues Spielermaterial zu investieren und umgekehrt viel Geld für ihre Spieler zu erhalten.


Gerade die finanziell schwächeren Klubs bemühen sich daher jährlich darum, Spieler, die eine untergeordnete Rolle spielen, für mindestens ein Jahr auszuleihen und die weitere Entwicklung abzuwarten, um eine feste Verpflichtung auszuloten. 


Auch in der Bundesliga ist dieses Prinzip Gang und Gäbe, weshalb wir uns um einen Ausblick auf die Zeit nach der laufenden Saison bemühen: Im Folgenden präsentieren wir zehn Akteure, die noch bis zum Saisonende von ihren Stammvereinen ausgeliehen sind - und deren Zukunft sich teilweise schon entschieden hat.

1. Bleibt: Luka Jovic

Bereits in der vergangenen Rückrunde offenbarte Luka Jovic sein Potenzial, doch in dieser Saison hat der serbische Angreifer den endgültigen Durchbruch bei Eintracht Frankfurt geschafft. In 16 Bundesligaspielen erzielte er 13 Tore und weckt das Interesse vieler Vereine.


Den entscheidenden Vorteil hat allerdings die Eintracht, die ihn im Sommer 2017 für zwei Jahre von Benfica Lissabon ausgeliehen hat: Demnach wurde im Leihvertrag eine Kaufoption in Höhe von sieben Millionen Euro verankert - ein Schnäppchen für einen Spieler mit diesem Kaliber. 


Dass die Kaufoption gezogen wird, gilt als reine Formalie.

2. Bleibt: Aarón Martín

Aarón Martín hat sich beim FSV Mainz 05 auf Anhieb zum Stammspieler entwickelt. Der Linksverteidiger kam im Sommer von Espanyol Barcelona, stand in 17 Bundesligaspielen auf dem Platz und schloss die Lücke, die auf der linken Abwehrseite vorhanden war.


Dass die Rheinhessen den 21-Jährigen fest verpflichten werden, steht bereits fest. Aufgrund einer Kaufpflicht-Klausel, die nach dem zehnten Einsatz des Abwehrspielers griff, wurde der sechs Millionen Euro teure Transfer bereits im November perfekt gemacht.

3. Bleibt voraussichtlich: Marko Grujic

Vor drei Jahren verpflichtete der FC Liverpool Marko Grujic von Roter Stern Belgrad, doch der zentrale Mittelfeldspieler konnte an der Anfield Road noch nicht überzeugen. Nach einer sofortigen Leihe nach Belgrad sowie einem weiteren Engagement bei Cardiff City wurde der 22-Jährige im Sommer bei Hertha BSC Berlin zwischengeparkt.


Bei den Hauptstädtern sammelte er aufgrund mehrerer Verletzungen am Sprunggelenk lediglich acht Einsätze, doch in Berlin scheint man mit Grucijs Entwicklung zufrieden zu sein. Wie die Bild meldet, liege die Entscheidung grundsätzlich beim FC Liverpool - doch sowohl Grujic selbst als auch die Alte Dame würden gerne noch ein weiteres Jahr zusammenarbeiten.

4. Geht: Dodi Lukebakio

Beim FC Watford konnte sich Angreifer Dodi Lukebakio in seinem ersten halben Jahr nicht auf sich aufmerksam machen, weshalb er an Aufsteiger Fortuna Düsseldorf verliehen wurde. 


Die Rheinländer stehen nach 18 Spieltagen mit 21 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz - nicht zuletzt dank Lukebakio. Der pfeilschnelle Angreifer erzielte beim kuriosen 3:3 gegen Bayern München den ersten Dreierpack in seiner Karriere, steht nach 18 Pflichtspielen bei elf Toren und macht sich somit für das Sommer-Transferfenster interessant.


Die Fortuna, die keine Kaufoption besitzt, wird sich solch einen Transfer allerdings aufgrund der womöglich hohen Ablösesumme, die mit Lukebakios bisherigen Leistungen einhergeht, nicht leisten können. 

5. Geht: Reiss Nelson

Ähnlich wie Jadon Sancho wagte auch Nachwuchstalent Reiss Nelson in diesem Sommer den Sprung von der Premier League in die Bundesliga. Der variable Angreifer macht bei der TSG Hoffenheim auf sich aufmerksam, erzielte unter der Leitung von Trainer Julian Nagelsmann sieben Tore in 21 Einsätzen und gilt als eines der vielen englischen Talente für die Zukunft.


Ein Verbleib in Sinsheim ist allerdings ausgeschlossen. Die Verantwortlichen würden ihn demnach gerne noch ein Jahr ausleihen, doch der Spieler selbst wolle nach der Saison zu Arsenal London zurückkehren. 

6. Geht voraussichtlich: Isaac Kiese Thelin

Als Ersatz für den am Sprunggelenk verletzten Joel Pohjanpalo sicherte sich Bayer Leverkusen die Dienste von Isaac Kiese Thelin. Der Mittelstürmer wurde zunächst leihweise bis Saisonende verpflichtet, allerdings sicherten sich die Leverkusener eine Kaufoption in Höhe von vier Millionen Euro.


Die dürfte Stand jetzt allerdings nicht gezogen werden. Kiese Thelin konnte in seinen bisherigen zwölf Einsätzen selten überzeugen, erzielte lediglich in der Europa League ein Tor und ist hinter Kevin Volland und Lucas Alario, der möglicherweise zu Real Betis Sevilla wechseln wird, lediglich Stürmer Nummer drei.

7. Geht voraussichtlich: Kevin Wimmer

Kevin Wimmer sollte bei Hannover 96 eigentlich die Lücke schließen, die Salif Sané nach seinem Wechsel zum FC Schalke 04 hinterließ. Doch der Österreicher, der nach drei Jahren wieder in die Bundesliga zurückkehrte, konnte nur wenig überzeugen und steht daher erst bei zwölf Einsätzen in der Bundesliga.


Zwar besitzen die Niedersachsen eine Kaufoption, doch neben den gescheiterten Erwartungen ist ein fester Transfer finanziell wohl kaum machbar: Wie berichtet wurde, muss Hannover Wimmer bei 24 Bundesliga-Einsätzen für zwölf Millionen Euro verpflichten - eine Summe, die sich der Verein nicht leisten kann. 

8. Geht voraussichtlich: Bobby Wood

Nach dem Abstieg mit dem Hamburger SV erhielt Bobby Wood noch einmal eine zweite Chance in der Bundesliga. Hannover 96 lieh den 45-fachen US-Amerikanischen Nationalspieler für ein Jahr aus, doch ähnlich wie Kevin Wimmer konnte Wood die Erwartungen bis dato nicht erfüllen.


In 15 Einsätzen erzielte er drei Tore, zudem begann er nur elf Mal in der Startformation. Aufgrund der langwierigen Verletzung von Niclas Füllkrug ist er aktuell die Nummer eins im Sturm, doch die Qualitäten reichen auch im Hinblick auf die Kaufoption über 7,5 Millionen Euro nicht aus - weshalb ein fester Transfer nur wenig Sinn machen würde.

9. Offen: James Rodriguez

Heikel geht es derweil beim FC Bayern München zu. Nachdem James Rodriguez zunächst bis Sommer 2019 verliehen wurde und in seiner ersten Saison zu den besten Spielern des Rekordmeisters gehörte, schien eine feste Verpflichtung dank der Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro nur eine Frage der Zeit.


Seit Niko Kovac das Traineramt im Sommer übernahm, ist die Zukunft des Kolumbianers jedoch ungewiss. Immer wieder heißt es, dass James zurück nach Madrid wolle, obwohl er immer wieder betont, dass er sich in München grundsätzlich wohl fühle. Doch unter Kovac kommt er meist nur von der Bank und darf nur selten ran, weshalb sich die Verantwortlichen bei der Transferfrage noch Zeit lassen wollen.

10. Offen: Kevin Trapp

Kurz vor dem Ende der Sommer-Transferperiode feierte Eintracht Frankfurt die Rückkehr von Kevin Trapp. Der einstige Torhüter wurde für ein Jahr von Paris St. Germain ausgeliehen und etablierte sich auf Anhieb zur neuen alten Nummer eins bei den Hessen. 


Logisch, dass sich Fredi Bobic & Co. darum bemühen, Trapp über die Saison hinaus zu halten. Der Spieler selbst scheint einem weiteren Verbleib in Frankfurt gegenüber nicht abgeneigt, will jedoch die Entwicklung des Vereins abwarten. 

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