Beim ​VfB Stuttgart läuft es in dieser Saison einfach nicht. Anstelle eines ruhigen Platzes im Mittelfeld oder sogar noch mehr, befinden sich die Schwaben im Abstiegskampf. Für Mario Gomez wäre es langfristig am besten, würde der VfB sich ​Borussia Dortmund als Vorbild nehmen.


Eigentlich hatte man in Stuttgart im vergangenen Sommer nach der sehr erfolgreichen Rückrunde schon auf einen Platz in der oberen Tabellenhälfte geschielt, vielleicht auch noch ein bisschen mehr. Nach 18 Spieltagen in der aktuellen Saison aber lautet die nüchterne Erkenntnis: Abstiegskampf. Doch Mario Gomez hat bereits einen Plan, wie der VfB wieder nach oben und zu alter Stärke geführt werden kann.


Der Stürmer möchte, dass sich sein Verein Borussia Dortmund zum Vorbild nimmt. Aus Sicht des Angreifers müsse man langfristig anstreben, „den Weg zu gehen, den Dortmund hingelegt hat. Das muss das Ziel für jeden im Verein sein: Der BVB eignet sich sehr gut als Vorbild für den VfB“, wird der 33-Jährige in der WAZ zitiert.


2007/08 beendete der BVB die Saison auf Rang 13 mit 40 Zählern und einem negativen Torverhältnis von -12. Es war das schlechteste Ergebnis der vergangenen 20 Jahre, einziges Trostpflaster war der Einzug ins Pokalfinale, wo man dem FC Bayern unterlag. Der damalige Trainer Thomas Doll nahm anschließend seinen Hut, ein gewisser Jürgen Klopp folgte.


„Ich gebe zu: Das ist schon die Top-Top-Top-Variante und hört sich bei unseren aktuellen Problemen sicher auch komisch an“, schränkt Gomez daher ein, rechtfertigt seinen Gedanken aber im Anschluss. „Aber du musst immer nach dem Größten streben, und ich finde, das ist eine vorstellbare Konstellation auf langfristige Sicht. Der BVB hat gezeigt, dass es auch noch in den 2010er-Jahren möglich ist, sich in der internationalen Spitze zu etablieren. Sie waren wirtschaftlich sehr angeschlagen, sportlich im Niemandsland und haben es geschafft, auch in Europa wieder eine Marke zu sein.“


Einen ähnlichen Weg hofft er nun, auf seine alten Tage mit dem VfB gehen zu können. Dann wären die Schwaben wieder attraktiv genug, junge Talente an den Neckar zu ziehen, wie Gomez weiter am Beispiel des BVB ausführt. „Sie sind wieder sexy für ausländische Spieler, und das ist auf dem Transfermarkt ein Riesenvorteil. Sie finden und bekommen stets junge Profis und Talente hinzu.“ Dieses Problem wird in Stuttgart spätestens dann akut, wenn ein Nachfolger für Gomez gefunden werden muss.