Am heutigen Dienstag überraschte die französische Tageszeitung L'Équipe mit der Meldung, dass der FC Bayern München Benjamin Pavard ​am liebsten schon im Winter vom VfB Stuttgart loseisen wolle. Wie Sport-Vorstand Michael Reschke umgehend erklärte, wolle man sich mit solch einem Szenario beim derzeitigen Tabellen-16. nicht im Geringsten befassen.


In der Theorie ist eigentlich schon alles abgeklärt: Weltmeister Benjamin Pavard wird sich im Sommer dem FC Bayern anschließen und beim Rekordmeister einen Fünfjahresvertrag unterzeichnen. ​Sportdirektor Hasan Salihamidzic gab damit die lang erwartete ​Antwort auf die Frage, deren Ausgang lediglich ein offenes Geheimnis war.


Doch wie schon zuvor wird auch nun wieder darüber berichtet, dass die Münchner den Innenverteidiger schon für die Rückrunde einplanen wollen - obwohl sich mit Niklas Süle, Mats Hummels und Jerome Boateng drei theoretische Stammspieler einen engen Kampf um die beiden Plätze in der Startaufstellung liefern.

Benjamin Pavard

   Wird dem VfB im Januar wohl kaum den Rücken kehren: Benjamin Pavard


Aufgrund seiner Variabilität erscheint daher ein vorzeitiger Transfer von Pavard lediglich als Alternative zu Joshua Kimmich auf der rechten Abwehrseite sinnvoll, doch der 22-Jährige wird aufgrund seines im Dezember erlittenen Muskelbündelrisses noch einige Zeit fehlen. Und auch wenn die Stuttgarter vor wenigen Tagen in Person von Ozan Kabak bereits ​Pavards vermeintlichen Nachfolger verpflichteten, würde ein vorzeitiger Verkauf trotz der kolportierten Ablösesumme über 45 Millionen Euro, die die für den Sommer gültige Ausstiegsklausel um zehn Millionen Euro überbieten würde, aufgrund der löchrigen Defensive (38 Gegentore) und der zusätzlichen verloren gegangenen Qualität nur wenig Sinn machen.


VfB Sport-Vorstand Michael Reschke, der sich seit Monaten Fragen über die Zukunft Pavards ausgesetzt sieht, betonte daher gegenüber der ​AZ noch einmal deutlich: "Pavard wird bei uns bleiben, ein vorzeitiger Wechsel ist überhaupt kein Thema." Trainer Markus Weinzierl dürfte die klare Haltung des 61-Jährigen begrüßen, schließlich ist Pavard einer der wichtigsten Akteure der abstiegsbedrohten Schwaben.