Das 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach war ein weiterer Rückschlag für Bayer Leverkusen, dessen Aufholjagd auf die Europapokalplätze zunehmend schwerer wird. Doch nach dem ersten Spiel unter der Leitung von Peter Bosz blicken die Spieler zuversichtlich in die Zukunft, und auch der Sportdirektor strahlt im Blick auf die kommenden Wochen Zuversicht aus.


Am vergangenen Samstag zeichneten sich bereits ​erste Erkenntnisse der neuen Spielweise der 'Werkself' ab. Unter Bosz agiert die Mannschaft wieder aggressiver, setzt schon früh zum Gegenpressing an und will den Gegner in der Folge zu Ballverlusten zwingen, um mit den ausschwärmenden Spielern im besten Fall Tore zu erzielen.


Gegen die 'Fohlen' hat gewiss nicht alles funktioniert, doch die Mannschaft scheint sich schnell an den neuen Fußball zu gewöhnen. Dementsprechend wertet Kevin Volland die vergangene Partie durchaus positiv: "Vom Ergebnis bringt uns das natürlich nicht weiter. Für uns als Mannschaft war aber wichtig, dass wir das, was der Trainer will, zu 100 Prozent spielen können. Zweifel gibt‘s daran auf keinen Fall", so der Angreifer laut Bild.


Sportdirektor Simon Rolfes sah ebenfalls "eine ordentliche Leistung", wobei man vor allem "defensiv wenig zugelassen" habe. Genützt hat dies jedoch nichts: Aus den eigenen Chancen verpassten es die Leverkusener, selbst ein Tor zu erzielen - und Alassane Plea brachte die Gäste bereits in der 37. Minute in Führung.

Peter Bosz

     Mit Peter Bosz kehrte auch die Zuversicht nach Leverkusen zurück


Man wolle nach anderthalb Jahren unter Heiko Herrlich "anders spielen, offensiver", so Rolfes, der noch auf dem Platz die ähnliche Spielweise von Ex-Trainer Roger Schmidt hautnah erlebte. "Es ist aber noch ein langer Weg, bis wir das perfektionieren", weiß der 36-Jährige.


Die internationalen Plätze hat Bayer trotz allem fest im Blick. Platz sechs, den der VfL Wolfsburg belegt, ist lediglich vier Punkte entfernt, und auch der Rückstand zu RB Leipzig, das derzeit auf dem vierten Tabellenplatz rangiert, ist mit sieben Zählern nicht allzu riesig. 


Am kommenden Wochenende geht die Reise ausgerechnet nach Wolfsburg, und somit zu einem Konkurrenten, auf den man Boden gutmachen kann. Ein Sieg gegen die 'Wölfe' ist daher fast schon Pflicht, doch nach dem ersten Spiel unter dem neuen Trainer geht Kai Havertz mit Selbstbewusstsein gegen die Elf von Bruno Labbadia: "Wenn wir so eine Leistung wieder abrufen, bin ich mir sicher, in Wolfsburg drei Punkte zu holen."