Nachdem Cardiff-Neuzugang Emiliano Sala am gestrigen Abend während des Fluges zu seinem neuen Verein plötzlich vom Radar verschwand und nun vermisst wird, nutzen einige FIFA-Spieler das Unglück dreist zu ihrem Vorteil. 


Das Flugzeug, in dem sich der Argentinier von Nantes zu seinem neuen Arbeitgeber Cardiff City begeben hatte, verschwand am gestrigen Abend um 20.30 Uhr Ortszeit vom Radar und ist bislang trotz intensiver Suche nicht wieder aufgetaucht. Infolge des dramatischen Vorfalls zeigten nun zahlreiche FIFA-Spieler keinerlei Schamgefühl. 


Im Modus "FIFA UltimateTeam" (FUT) nutzten die Gamer die "Gunst der Stunde", die Karte von Sala im Spiel zu einem niedrigen Preis zu kaufen - nur um sie aufgrund des aktuellen Trubels gewinnbringend weiterzuverkaufen. So kommt es, dass die schamlosen Zocker für den möglicherweise Verunglückten rasant in die Höhe schoss. Kostet die Spieler-Karte normalerweise lediglich 800 Münzen, fordern die Händler im Videospiel nun bis zu 10.000 Münzen und darüber hinaus. Abnehmer finden sich indes leider auch, weil zahlreiche FIFA-Spieler mit einem Erwerb Tribut zollen möchten. 

Das Phänomen tritt dabei nicht zum ersten Mal auf: Schon beim Tod des ehemaligen Kapitäns des AC Florenz, Davide Astori, der im vergangenen März einem Herzstillstand erlegen war, nutzten geschmacklose Nutzer des Simulations-Spiels diese abscheuliche Praxis, um sich an einem Unglück zu bereichern.