Lukas Podolski

Die Emotions-Top-XI des 1. FC Köln

In einem Verein mit vielen Aufs und Abs gab es über die Jahre auch viele glückliche Gesichter und solche, die dafür Verantwortung trugen. Hier die Top-XI der Effzeh-Profis, die in Köln zu Publikumslieblingen avancierten. 

1. TW: Thomas Kessler

Klar, an sich hat hier wie in der richtigen Elf Timo Horn starke Argumente. Nicht nur rettete der 25-Jährige den Kölnern schon das eine oder andere Spiel, auch ging das Eigengewächs heiß umworben mit ins Unterhaus, um seinem Herzensverein wieder zurück in die Bundesliga zu helfen. So weit, so gut. 


ABER: Wie sehr muss man seinen Verein lieben, um in seiner Karriere nur zwei Jahre nicht dort zu verbringen und sich den Großteil der Profi-Laufbahn trotz unangezweifelt erstliga-würdiger Leistungen einem Konkurrenten unterzuordnen? In dieser Hinsicht ist "Kess" einzigartig, dafür wird er von jedem FC-Fan respektiert und geliebt. 

2. RV: Miso Brecko

Sagen wir so: Die Rechtsverteidiger-Position ist chronisch eher eine Schwäche des Kölner Kaders. Mit dem Slowenen Miso Brecko schwang sich aber 2013 einer zum Kapitän der Geißböcke auf und schaffte unter Trainer Peter Stöger den Aufstieg. Das genügt, um andere Kandidaten auf seiner Position auszustechen. Seit dieser Saison ist der 77-fache Nationalspieler seines Landes allerdings im Ruhestand. 

3. IV: Dominic Maroh

Fehler, Verletzungspech, aber auch Top-Leistungen und eine Identifikation mit dem Klub, die ihresgleichen sucht - Dominic Marohs sechs Jahre beim Effzeh waren eine Achterbahnfahrt. Die endete nach einer enttäuschenden Saison für den Innenverteidiger und guten Freund von Keeper Horn tränenreich mit dem Abstieg und kurzzeitiger Arbeitslosigkeit. Inzwischen hat der Landsmann von Miso Brecko beim ambitionierten Drittligisten KFC Uerdingen angeheuert. 

4. IV: Pedro Geromel

Es gab eine Zeit beim 1. FC Köln, da waren die besten Spieler ein slowenischer Stolper-Stürmer und ein damals noch recht junger, dünner Brasilianischer Innenverteidiger. Letzterem gelang es in seinen vier Kölner Jahren zwischen 2008 und 2012 sogar, zum Kapitän bestimmt zu werden. Für eine Weile zeigte Pedro Geromel als solcher Top-Leistungen, inzwischen spielt der heute 33-Jährige in seinem Heimatland bei Gremio Porto Alegre. 

5. LV: Jonas Hector

Keine Frage: Wenn einer bewiesen hat, wie er zu seinem Verein steht, dann ist das Nationalspieler Jonas Hector, der im Sommer des Abstiegs seines 1. FC Köln Verantwortung übernahm und als Kapitän mit in die zweite Liga ging. Abgesehen von seiner sportlichen Leistung macht ihn allein diese Geste in Köln so gut wie unsterblich - insbesondere, falls der sofortige Wiederaufstieg erreicht wird. 

6. LM: Leonardo Bittencourt

Der quirlige, schnelle Linksaußen war - bei Gesundheit - immer absoluter Energizer für die Domstädter. Nicht nur führte Bittencourt den Effzeh mit nach Europa, auch in der sonst so schwachen Abstiegssaison war er einer der wenigen Lichtblicke. Nur seine Verletzungsanfälligkeit schadete seinem Image. Dennoch: Wenn ein halbes Jahr nach Vereinswechsel in Köln ein Neuzugang (Florian Kainz) als "Bittencourt-Ersatz" gehandelt wird, dann hat das etwas zu bedeuten. 

7. ZM: Yannick Gerhardt

Ebenfalls Jahrgang 1993 sollte Yannick Gerhardt wie Timo Horn zu einer Kölner Größe aufgebaut werden - und zu Beginn sah das alles sehr gut aus. Gerhardt empfahl sich früh, war Stammkraft im Aufstiegskader 2013/14 und durchlief als Kölner alle Jugendnationalmannschaften. Den nächsten Schritt zum gestandenen Erstliga-Profi machte der junge Mann aus Würselen dann so richtig erst beim VfL Wolfsburg, wo er bis heute spielt. 

8. RM: Marcel Risse

Auch die Leistungen von Marcel Risse im Trikot des 1. FC Köln schwanken seit seiner Ankunft in der Domstadt 2013 zwischen unauffällig und absolut spektakulär. In Köln geboren, wurde Risse insbesondere mit seinen Toren aus großer Distanz zum Publikumsliebling, mehrfachen Torschützen des Monats und zum Derbyhelden. 

9. OM: Lukas Podolski

Obwohl er ja eigentlich aus Bergheim kommt: Im Fußball ist im 21. Jahrhundert kein Name so mit der Stadt Köln und ihrem 1. FC verknüpft wie der von Fußball-Weltmeister Lukas Podolski. Der einst wahrscheinlich beste linke Fuß Deutschlands sorgte in Köln für viele Gänsehaut-Momente und ist der weltweit vielleicht bekannteste Botschafter der Stadt. Im Kölner Rhein-Energie-Stadion, seinem "Wohnzimmer", wie der ehemalige Nationalspieler zu sagen pflegt, hat der 33-Jährige sogar eine eigene Lukas-Podolski-Loge. 

10. ST: Anthony Modeste

Er traf und traf und traf - und schoss den Effzeh mit 25 Bundesliga-Toren in die Europa League. Damit wurde er in der Domstadt zur lebenden Legende, deren Abgang im Folgejahr nicht verkraftet werden konnte. Aktuell hoffen viele Kölner auf die endgültige Rückkehr des Torjägers - die gestaltet sich allerdings lange nicht so einfach wie erhofft. 

11. ST: Simon Terodde

Was Modeste vor zwei Jahren war, ist Simon Terodde in seinem zweiten Anlauf beim 1. FC Köln in dieser Saison. Nach nur 17 Spielen absolvierten Zweitliga-Spielen hat der Goalgetter bereits 21 Tore erzielt. Es scheint, als wolle der 30-Jährige seinen Klub im Alleingang wieder in die erste Liga ballern. Dafür lieben ihn die Kölner Fans!

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