​Der ​FC Barcelona sorgte am Montagabend mit der ​Verpflichtung von Kevin-Prince Boateng für Schlagzeilen. Der gebürtige Berliner ist vorerst bis zum Saisonende vom italienischen Erstligisten US Sassuolo ausgeliehen. Der 31-jährige Offensivspieler hat durchaus das Zeug dazu, um den Katalanen weiterzuhelfen.


Auf der Suche nach einem Backup für die Offensive ist Barça in der Serie A fündig geworden. Vom Tabellenzwölften US Sassuolo ​wurde Boateng per Leihgeschäft verpflichtet. Zwei Millionen Euro Leihgebühr werden für den Ex-Frankfurter laut Vereinsangaben fällig. Die Katalanen sicherten sich zudem eine Kaufoption, die sich auf acht Millionen Euro beläuft. Der Tabellenführer der ​Primera Division hat sich damit nicht nur äußerst günstig mit einem erfahrenen Profi verstärkt, sondern auch das eigene Risiko weitestgehend minimiert. 

Sollte ​sich Boateng als Fehlgriff erweisen, geht man am Saisonende wieder getrennte Wege. Bis dahin hätten die Katalanen ausreichend Zeit, um sich nach einer passenden Alternative umzusehen. Der Neuzugang könnte sich jedoch durchaus als Verstärkung erweisen. Boateng hat in verschiedenen Top-Ligen (u.a. ​Bundesliga & ​Serie A) reichlich Erfahrung gesammelt und kickte bereits im spanischen Fußball-Oberhaus. In der Saison 2016/17 lief der Halbbruder von Weltmeister Jerome Boateng für UD Las Palmas auf.


Der Routinier dürfte daher nur wenig Zeit benötigen, um sich in Barcelona einzugewöhnen. Ein großer Vorteil des Berliners ist seine Vielseitigkeit. Boateng kann nicht nur im offensiven Mittelfeld und im Angriffszentrum, sondern notfalls auch auf den Flügeln auflaufen. Der 31-Jährige gilt zudem als geschickter Ballverteiler, der dank seiner hervorragenden Schusstechnik auch jede Menge Torgefahr ausstrahlt.

Kevin-Prince Boateng

Bestritt 129 Bundesliga-Partien: Kevin-Prince Boateng


Boateng präsentierte sich in der letzten Saison bei ​Eintracht Frankfurt als gereifter Profi, der sich vorbildlich in den Dienst der Mannschaft stellte. Das Eigengewächs von ​Hertha BSC dürfte daher wohl auch keine Probleme damit haben, wenn er in Barcelona hinter den Superstars nur die zweite Geige spielt. An Motivation dürfte es dem Offensivspieler, der gegenüber Sky von einer "großartigen Chance" sprach, ebenfalls nicht mangeln. "Ich wäre hier auch zu Fuß hergekommen“, sagte er jedenfalls bei seiner offiziellen Vorstellung.


Mit diesen muss er jetzt zeigen, dass der überraschende Transfer für Barça durchaus Sinn macht...