​Der ​1. FC Nürnberg ist am vergangenen Sonntag mit einer Niederlage in die Rückrunde gestartet. Vor heimischem Publikum zogen die Franken gegen ​Hertha BSC mit 1:3 den Kürzeren. Der Aufsteiger findet sich damit ​weiterhin am Tabellenende wieder. Cheftrainer Michael Köllner steht laut Sportvorstand Andreas Bornemann dennoch nicht zur Diskussion. 


"Punkte wären heute natürlich wichtig gewesen, um am Ende zufrieden zu sein", gab Köllner nach dem verpatzten Rückrundenauftakt zu Protokoll. "Meine Mannschaft hat aber großes Herz und viel Kampfbereitschaft gezeigt und alles versucht", betonte der 49-jährige Übungsleiter, der die Leistung seines Teams erneut schönredete. "Ich denke, dass wir offensiv stärker waren und mit mehr Druck Fußball gespielt haben", wird Köllner von der Bild-Zeitung zitiert. 

Eine recht eigenwillige Einschätzung, die wohl nur die wenigsten teilen. Der Aufsteiger hat auch im neuen Jahr mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Die Franken kassieren meist einfache Gegentore und lassen in der Offensive die nötige Durchschlagskraft vermissen. "Die Gegentore müssen wir besser verteidigen, das war zu einfach und der Knackpunkt heute", monierte Kapitän Hanno Behrens. 


Nürnberg wartet mittlerweile seit zwölf Ligaspielen auf einen Sieg. Eine Trainerdiskussion wollte ​Sportvorstand Bornemann nach der fünften Niederlage in Folge allerdings nicht aufkommen lassen. "Die inhaltliche Bewertung seiner Arbeit ist heute noch genauso gut wie vor einem dreiviertel Jahr, als wir zusammen aufgestiegen sind", stellte der Funktionär in der Sendung Blickpunkt Sport klar. "Es hat sich nicht die Qualität unseres Trainers geändert, eher die Konkurrenzsituation in der Bundesliga."

Andreas Bornemann

Stärkte Michael Köllner erneut den Rücken: Sportvorstand Andreas Bornemann


Aufsichtsratsvorsitzender Thomas Grethlein ließ gegenüber der Bild-Zeitung verlauten, dass man sich "vom Rückrunden-Auftakt einen Impuls und ein anderes Resultat erwartet" hatte. "Wir werden nun nochmals – wie schon in der Winterpause – alles intensiv diskutieren und kritisch hinterfragen", betonte der 60-Jährige. Sollte der Aufsteiger auch das kommende Auswärtsspiel in Mainz verlieren, dürfte die Luft für Köllner ziemlich dünn werden.